Waschmaschinen

 

Waschmaschinen: Schnell und bequem zu strahlend sauberer Wäsche

Zu den Spezialisten unter den Haushaltsgeräten zählen die Waschmaschinen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, was Sie beim Kauf beachten sollten und welche Waschmaschine die richtige für Sie ist.

Waschmaschine von BOSCH

 

Unser Leitfaden

 

 

Vorgehensweise beim Kauf einer Waschmaschine

Um eine Kaufentscheidung zu fällen, empfehlen wir Ihnen, die folgenden Punkte der Reihe nach durchzugehen und Schritt für Schritt festzuhalten, welche Kriterien Ihnen wichtig sind:

  1. Standort (Bauform und Bauart)
  2. Kapazität
  3. Ausstattungsmerkmale

 

1. Standort (Bauform und Bauart)

 

Bauform

Wie auch bei anderen Haushaltsgeräten, sollten Sie sich vor dem Kauf einer Waschmaschine im ersten Schritt überlegen, wo Sie diese aufstellen möchten, bzw. können. Daraus ergibt sich in der Regel schon die Bauform.

Standgeräte sind vorrangig dazu gedacht freistehend aufgestellt zu werden und sind daher auf allen Seiten optisch verkleidet und verfüügen über eine robuste Abdeckplatte auf der Sie Waschmittel, Wäschekörbe oder ähnliches abstellen können. Nichts desto trotz können diese Geräte natürlich auch in der Küche unter die Arbeitsplatte gestellt werden, sofern dies von der Höhe passt.

Unterbaugeräte sind hingegen dafür vorgesehen, unter eine Arbeitsplatte eingebaut zu werden und verfügen daher nur über eine optisch schöne Front.

Einbaugeräten fehlt auch die verkleidete Front, da diese mit dem jeweiligen Küchendekor verkeidet werden. Bei integrierten Geräten geht die Frontblende nicht über die gesamte Fläche, da hier im oberen Bereich noch die Bedienung auf der Front ist. Bei vollintegrierten Geräten ist die Bedienung hingegen in der geöffneten Gerätetür untergebracht, wodurch die gesamte Front vollverblendet werden kann.

 

Bauart

Auch die Bauart wird oftmals bereits durch den Standort der Waschmaschine eingeschränkt. Hier gibt es zwei unterschiedliche Arten:

  • Frontlader
  • Toplader

 

Frontlader

Diese Waschmaschinen werden über eine Glastür an der Vorderseite mit der Wäsche beladen. Das Behältnis für das Waschmittel ist ebenfalls als Schublade an der Vorderseite platziert.

Vorteil: Die Auswahl an unterschiedlichen Trommelgrößen ist hier groß. Außerdem kann diese Bauart auch als Unterbaugerät funktionieren (vgl. Bauform). Die Oberfläche kann zudem entweder als Abstellfläche oder zum Aufstellen eines Trockners verwendet werden.

 

Toplader

Im Gegensatz zum Frontlader befindet sich die Öffnung für die Wäsche bei einem Toplader an der Oberseite der Waschmaschine. Diese sind in der Breite meist deutlich schmäler als Frontlader und werden bereits ab einer Breite von 40 cm angeboten.

Vorteil: Diese Bauart ist ideal für kleine Räume und wenig Platz. Durch die kleine Größe der Waschmaschinen sind Toplader meist jedoch auch mit einer entsprechend kleineren Trommel ausgestattet. Aber auch hier lässt sich (wenn auch eingeschränkt) zwischen verschiedenen Fassungsvermögen wählen.

 

2. Kapazität

Vor dem Kauf einer Waschmaschine empfiehlt es sich, die notwendige Größe der Trommel abzuschätzen. Läuft die Maschine später nur halb voll, werden nämlich nur unnötig Wasser und Energie verschwendet. Wenn Sie die Waschmaschine gewerblich nutzen möchten, versuchen Sie so gut wie möglich die anfallende Wäsche mit Haushalten zu vergleichen:

  • Kleine Maschinen mit einem Fassungsvermögen von 3 kg sind für 1-Personenhaushalte in der Regel ausreichend.
  • Fällt Wäsche von 2 Personen an, empfiehlt sich eine 5 kg-Trommel.
  • Für bis zu ca. 5 Personen ist die gängige Trommelgröße von 6-8 kg genügend.
  • Waschmaschinen-Trommeln für mehr als 8 kg sind nur für besonders große Haushalte notwendig.

 

3. Ausstattungsmerkmale

 

Bedienelemente

Wie auch bei Wäschetrocknern gibt es bei Waschmaschinen heute moderne Touch-Bedienelemente. Wenn Sie damit nicht zurecht kommen, oder einfach aus Sympathie und Gewohnheit Regler und Druckknöpfe bevorzugen, sollten Sie beim Kauf auf die Bedienelemente achten.

 

Funktionen

Von den klassischen Waschprogrammen für pflegeleichte, Woll-, Bunt-, Fein- und Kochwäsche sowie der Programmwahl nach Temperatur und einem Kurzprogramm abgesehen, haben Waschmaschinen noch viele weitere nützliche Funktionen. Bei diesen müssen Sie jedoch selbst abwägen, wie wichtig sie Ihnen sind:

  • Startzeitvorwahl: Damit ist die Uhrzeit zu der die Maschine das Programm starten soll bzw. wann das Programm fertig sein soll (modellabhängig) programmierbar. Das ist vor allem für Berufstätige, oft hilfreich.
  • Restzeitanzeige: Zeigt an, wie lange das Programm noch dauert.
  • Akustisches Signal: Die Maschine gibt einen Ton von sich, wenn das Programm beendet ist. So muss man nicht ständig auf die Uhr schauen, oder mehrfach an der Waschmaschine nachschauen.
  • Pause-Taste/Spülstopp: Die Pause-Taste ermöglicht das manuelle Pausieren des Waschprogramms; der Spülstopp ein automatisches Pausieren des Programms nach dem Waschen. Das ist von Vorteil, wenn Sie die Wäsche nicht sofort aus der Maschine nehmen können, wenn sie fertig ist. Per Tastendruck können Sie das Programm fortsetzten lassen.
  • Eco-Taste/Energiespartaste: Je nach Hersteller oder Programm weicht die Waschmaschine die Wäsche entweder länger ein um diese anschließend bei einer niedrigeren Temperatur waschen zu können (das spart Energie) oder die Maschine halbiert die Wassermenge. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie einmal weniger Wäsche (halbvolle Trommel) waschen möchten.
    Allerdings benötigt das Energiesparprogramm daher mehr Zeit.
  • Beladungssensor: Über den Sensor ermittelt die Waschmaschine das Gewicht der Wäsche in der Trommel und zeigt dieses auf dem Display an. Damit kann die Maschine effizient befüllt werden und benötigt nicht unnötig Wasser und Energie.
  • Dosieranzeige: Diese Anzeige ergänzt die Beladungsanzeige. Die Waschmaschine empfiehlt über das Display die Dosierung des Waschmittels für die entsprechende Menge an Wäsche.
  • Warmwasseranschluss: Mit einem zusätzlichen Warmwasseranschluss kann man bis zu 20% Energie sparen, da die Maschine das kalte Leitungswasser nicht erst aufheizen muss. Das Erwärmen des Warmwassers durch die Zentralheizung ist deutlich energiesparender.

 

Energieeffizienzklassen bei Waschmaschinen

  • Seit Januar 2014 dürfen nur noch Neugeräte verkauft werden, die mindestens der Klasse A+ angehören. Diese wird bei Waschmaschinen am Stromverbrauch für das Baumwollwaschprogramm bei 40°C teilbeladen und 60°C voll- und teilbeladen errechnet.
  • Allen Verbrauchsangaben auf dem Energielabel werden insgesamt 220 Waschgänge zugrundegelegt.
  • Um den Wasserverbauch der in Frage kommenden Geräte besser einschätzen zu können, empfehlen wir Ihnen, den auf dem Energielabel angegebenen Jahreswasserverbrauch durch die Anzahl der 220 zu Grunde gelegten Waschgänge zu teilen. So erhalten Sie den Verbrauch in Liter pro Waschgang.
    • Bei einer 5 kg-Waschtrommel liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei etwa 40 l
    • Bei einer 8 kg-Waschtrommel liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei etwa 60 l
    Viele Waschmaschinen verfügen außerdem über ein Energiesparprogramm das oft Wasser spart, dafür jedoch länger braucht.

 

Effizienzklasse

Die Effizienzklasse bei Haushaltsgeräten bezieht sich immer auf deren Hauptfunktion – d. h. bei Waschmaschinen ist dies die Schleudereffizienzklasse. Sie wird in die A-G eingeteilt und sollte ergänzend zur Energieeffizienzklasse betrachtet werden.

Die Klassifizierung erfolgt anhand der Restfeuchtigkeit (in Prozent), die in einer fertigen Waschladung nach dem Schleudern vorhanden bleibt. Diese gibt somit Aufschluss, wie gut die Maschine Wäsche trocknet.
Bedeutend hierfür sind folgende Werte: Schleuderanzahl, Durchmesser der Waschtrommel sowie diverse technische Eigenschaften des Haushaltgerätes.

 

Jährlicher Wasserverbrauch

Der Wasserkonsum wird bei der Einstufung der Effizienzklassen nicht berücksichtigt, ist aber insbesondere bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Wäschetrocknern sowie Geschirrspülern enorm relevant.
Grundsätzlich gilt: Je neuer das Haushaltsgerät, desto weniger Wasser wird benötigt.

 

Luftschallemission

Die Lautstärke des Gerätes wird über die Luftschallemission angegeben. Der Wert wird bei Verwendung des Standardprogrammes ermittelt und auch auf dem Energieeffizienzetikett angegeben.
 

 

Sicherheit

Wasserschutzsystem

Um einen kostspieligen Wasserschaden auf Grund einer Überschwemmung zu vermeiden, sollten Sie vor allem auf ein gutes Wasserschutzsystem achten. Hierbei werden verschiedene Systeme angeboten:

  • Einfacher Wasserschutz
  • Aqua-Stop
  • Mehrfachwasserschutz

 

Einfacher Wasserschutz:
Ein einfacher Wasserschutz besteht aus einem doppelwandigen Zulaufschlauch. Dabei fängt die zweite Wand des Schlauches überschüssiges Wasser auf.

 

Aqua-Stop:
Dieses Schutzsystem am Wasseranschlussschlauch des Gerätes unterbindet mittels eines Absperrventils die Wasserzufuhr, wenn der Schlauch platzt oder undicht ist.

 

Mehrfachwasserschutz:
Der Mehrfachschutz bietet im Gegensatz zum Aquastopp nicht nur Schutz bei einem Defekt am Schlauch, sondern auch dann, wenn die Waschmaschine selbst undicht ist. Dazu prüft ein Niveauschalter den Wasserstand in der Maschine; ein zusätzlicher Schwimmer überwacht den Pegel in der Bodenwanne.

 

Eine weitere Zusatzfunktion bietet die Version „Mehrfachschutz plus“ . Hier ist die Waschmaschine zusätzlich mit einem doppelwandigen Zulaufschlauch und dazugehörigem montiertem Sicherheitsventil am Wasserhahn ausgestattet.

 

Umwuchtkontrolle

Neben verschiedenen Wasserschutzsystemen spielt bei Waschmaschinen auch die Umwuchtkontrolle eine wichtige Rolle. Diese ist für einen gleichmäßigen und sicheren Schleudervorgang zuständig. Dafür wird die Waschladung in der Trommel gleichmäßig verteilt, damit das Gewicht der Waschmaschine ideal verbreitet wird und somit ein sicherer und fester Stand gewährleistet wird.

 

Praxistipps

Waschen

Machen Sie die Waschmaschine möglichst immer voll. So sparen Sie Wasser und Energie. Stimmen Sie außerdem die Waschmittelmenge auf die Verschmutzung Ihrer Wäsche ab.

 

Schleudern

Bei einer höheren Umdrehungszahl wird die Wäsche trockener. Das ist besonders vorteilhaft wenn Sie einen Trockner verwenden, da dieser wesentlich mehr Energie zum Trocknen benötigt, als die Waschmaschine zum Schleudern. Hier empfehlen sich 1.200 Umdrehungen pro Minute (U/min) bis 1.400 U/min.
Allerdings wird die Wäsche durch eine hohe Anzahl Schleuderumdrehungen auch verknitterter. Für knitterempfindliche Textilien genügen daher 800 U/min.

 

Hygiene

In unbenutztem Zustand sollten Sie die Tür der Waschmaschine sowie die Waschmittelschublade stets geöffnet lassen. Dadurch kann die Maschine austrocknen und die Bildung von Keimen und Gerüchen wird verringert.
Es lässt sich jedoch nicht vermeiden, dass sich im Inneren der Waschmaschine mit der Zeit ein schwarzer schlammartiger Schmutzfilm bildet, der sich für Sie sichtbar − zum Beispiel im Dichtungsring der Tür − ansammelt, aber auch für Sie unsichtbar im Zwischenraum von Trommel und Gehäuse. Dies ist besonders dann der Fall, wenn vorwiegend bei niedrigen Temperaturen (was energiesparend ist) gewaschen wird. Diese Schlacken entstehen durch Ablagerungen wie Kalk, Schmutz und Waschmittelreste und enthalten Bakterien, Keime und sonstige Mikroorganismen die zu Schimmelbildung führen können − auch dann, wenn Sie darauf achten, dass die Tür der Waschmaschine in unbenutztem Zustand immer geöffnet ist.

  • Am besten bewahren Sie daher eine Küchenpapierrolle bei Ihrem Waschmittel auf und wischen damit den Dichtungsring regelmäßig sauber. Ergänzend können Sie diesen dann noch mit einem Antischimmel-Putzmittel für Waschmaschinen nachwischen.
  • Nehmen Sie (wenn möglich) auch regelmäßig die Waschmittelschublade heraus und weichen Sie diese etwa einer halbe Stunde in einem Eimer mit Anti-Schimmel- und Anti-Kalkreiniger ein, oder reinigen Sie diese von Hand so gut wie möglich, wenn Sie sie nicht herausnehmen können.
  • Um die Waschmaschine im Innenraum von Schlacken und Kalk zu befreien, gibt es spezielle Waschmaschinen-Pflege-Reiniger, die Sie ebenfalls in einem leeren Waschgang ohne Wäsche anwenden. Diese speziellen, für Waschmaschinen vorgesehenen Reiniger, sind von ihren Inhaltsstoffen schonend für sämtliche Gummi- und Metallteile.
    Damit entfernen Sie die Ablagerungen an für Sie manuell schwer, bzw. nicht erreichbaren Bauteilen im Innenraum und verlängern damit auch die Lebensdauer Ihrer Maschine indem sie Funktionsstörungen vorbeugen. Außerdem vergraut weiße Wäsche in einer sauberen Maschine weniger.
    Bei der Anwendung sollten Sie unbedingt die Packungsanweisung einhalten. Chlorbasierte Reiniger sind für nämlich nur für Waschgänge bei 30°C geeignet, das sonst das Chlor durch die hohe Temperatur zerstört wird und der Reiniger damit seine Wirkung verliert. Andere Reiniger brauchen hingegen eine höhere Wirkungstemperatur wie z. B. 60°C.
  • Um den Innenraum der Waschmaschine hygienisch und sauber zu halten, können Sie die Maschine auch hin und wieder leer bei 95°C mit einem Vollwaschmittel laufen lassen. Das tötet Keime und Bakterien ab.

 

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