Mülltrennung

 

So landet Ihr Müll in der richtigen Tonne

Das Thema Mülltrennung ist für die meisten von uns ziemlich kompliziert, weshalb wir uns lieber nicht damit auseinandersetzen wollen.  Stattdessen werfen wir alles in eine Tonne – sei es aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit. Dabei sollte die umweltgerechte Entsorgung doch eigentlich zur Tagesordnung gehören. Schließlich wissen wir alle, dass Papier, leere Tintenpatronen, Glas und Verpackungen nicht gemeinsam in einen Mülleimer gehören. Verantwortlich dafür sind die dualen Systeme für Verpackungsrecycling. Im Jahr 1990 hat es sich die Unternehmensgruppe Der Grüne Punkt zur Aufgabe gemacht den Recyclingprozess von Verkaufsverpackungen (Glas und Leichtverpackungen) zu fördern. Seither sind Hersteller und Vertreiber, die Verpackungen in Deutschland in den Verkehr bringen, dazu verpflichtet, sich an einem der 10 dualen Systeme zu beteiligen. Die dualen Systeme finanzieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen in Deutschland.

Was für Hersteller Pflicht ist, zwingt auch uns als Verbraucher zu mehr Gewissenhaftigkeit bei der Müllentsorgung. Altglas und Verpackungen können schließlich recycelt werden, während Restmüll in der Müllverbrennungsanlage verbrannt wird und Bioabfälle bspw. in Biogasanlagen kompostiert werden.

Für uns stellt sich nun die Frage: Welcher Müll darf nun in welcher Tonne entsorgt werden, damit recycelbare Stoffe auch wiederverwertet werden können und die Umwelt nicht zusätzlich belastet wird? In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen das System der Mülltrennung.

 

 

Unser Leitfaden

 

 

Infografik: Welcher Müll gehört in welche Tonne?

Durchschauen Sie das deutsche Mülltrennungssystem mit unserer Infografik. So landet Ihr Hausmüll immer in der richtigen Tonne.

Infografik Mülltrennung: Welcher Müll kommt in welche Tonne?

Unsere Mülltrennung-Infografik als PDF – hier geht's zum Download.

 

 

Das Holsystem – die Aufgabe der Müllabfuhr

 

In Deutschland sind der Umgang mit Abfällen und die Pflicht zur Müllentsorgung zwar durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) rechtlich festgelegt, jedoch tragen die Kommunen die Verantwortung für die Müllentsorgung aus privaten Haushalten. Aus diesem Grund gibt es keinen bundesweiten Standard in Bezug auf die Farbgebung der Mülltonnen. Grundsätzlich wird der Haushaltsmüll aber in Fraktionen unterteilt. Die Müllabfuhr holt Ihre sortierten Abfälle dann zu bestimmten Terminen zuhause ab.

 

Altpapier und Kartonagen

  • Welche Tonne?Kartons
    Je nach Region werden in der grünen oder blauen Tonne Altpapier und Kartonagen entsorgt.
  • Welche Abfälle gehören rein?
    Briefumschläge, Hefte und alle weiteren Büroartikel aus Papier, Verpackungen aus Papier, Prospekte, Zeitungen, Zeitschriften etc.
  • Welche Abfälle gehören nicht rein?
    Backpapier, Krepppapier, Hygienepapier und Tapeten gehören zum Restmüll (graue Tonne). Außerdem müssen Getränkekartons (Tetra Pak) sowie Coffee-To-Go-Becher im gelben Sack entsorgt werden.

 

Leichtverpackungen

  • Welche Tonne?Leichtverpackungen - Alufolie, Dosen, Plastikflaschen
    Der gelbe Sack – oder in anderen Kommunen auch die grüne Tonne – ist für recyclingfähige Materialien vorgesehen. Diese können Sie an dem Grünen Punkt erkennen.
  • Welche Abfälle gehören rein?
    Leere (!) Leichtverpackungen wie Konservendosen, Joghurtbecher, Spraydosen, Tuben und vergleichbare Kunststoffverpackungen sowie Aluminium.
  • Welche Abfälle gehören nicht rein?
    Fälschlicherweise landen CDs und DVDs immer wieder in der gelben Tonne. Wie diese aber tatsächlich entsorgt werden müssen erfahren Sie im Abschnitt CDs & DVDs.

 

Biomüll

  • Welche Tonne?Biomüll - Eierschalen, Grünabfälle, Teebeutel
    Für den Biomüll ist die braune Tonne vorgesehen. Doch nicht überall wird dieser vom Restmüll getrennt. Deshalb wird in einigen Regionen der Biomüll wie der Restmüll in der grauen Tonne entsorgt.
  • Welche Abfälle gehören rein?
    In der braunen Biotonne dürfen nur kompostierbare Restabfälle entsorgt werden. Dazu gehören Speisereste jeglicher Art (Brot, Gemüse, Obst, Fleisch, Käse, Teebeutel, Kaffeesatz und -filter etc.) sowie Grünabfälle. Auch Papierhandtücher und ähnliches sind erlaubt.
  • Welche Abfälle gehören nicht rein?
    Zwar dürfen Milchprodukte wie Käse und Joghurt in die Biotonne, Milch selbst aber nicht – ebenso wie Getränke und andere Flüssigkeiten. Auch scheinbar natürliche Abfälle wie Asche und Kehricht gehören zum Restmüll!

 

Restmüll

  • Welche Tonne?Restmüll - Taschentücher, Asche, Glühbirnen, Asche
    Egal in welchem Bundesland – der restliche Haushaltsmüll gehört in die graue bzw. schwarze Mülltonne.
  • Welche Abfälle gehören rein?
    In der grauen Tonne landet alles, was nicht einem der oben genannten Abfälle zugeordnet werden kann – abgesehen von Sondermüll. Welche Abfälle gesondert entsorgt werden müssen, lesen Sie im nächsten Abschnitt Das Bringsystem. Darunter fallen gebrauchte Papierhandtücher und Taschentücher, Asche und Zigarettenstummel, Kaugummis, Blei- und Buntstifte, Fotos und sogar Glühbirnen, Keramik und Porzellan. Auch CDs sind im Restmüll erlaubt.
  • Welche Abfälle gehören nicht rein?
    Leichtverpackungen und Papier, Glas sowie Sondermüll wie Batterien und Leuchtmittel.

 

 

Das Bringsystem – das müssen wir selbst entsorgen

 

Neben dem sortierten Haushaltsmüll fallen täglich weitere Abfälle an – einige können als Wertstoff wiederverwendet werden, andere sind dagegen gesundheitsschädlich oder umweltbedrohlich und dürfen daher nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Deshalb werden diese bei kommunalen Deponien oder in speziellen Containern gesammelt. Dazu gehören:

 

Altglas

Die Rückführung von Einweg- und Mehrwegflaschen (in Form von Glas- oder PET-Flaschen sowie Aluminium-Dosen) ist in Deutschland bereits durch das Pfandsystem geregelt. Das Leergut kann einfach an den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Es gibt aber auch einige Glasflaschen (z. B. Wein, Spirituosen) und Konservengläser, für die kein Pfand zu entrichten ist. Dabei gilt:

  • Altglas muss – sortiert nach den Farben weiß, grün und braun – im entsprechenden Altglas-Container entsorgt werden.
  • Sonderfarben wie Milchglas, blaues oder schwarzes Glas können Sie in den Grünglas-Container werfen.
  • Beachten Sie, dass Leuchtmittel oder zerbrochene Spiegel hier nicht entsorgt werden dürfen.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über die Sammelstelle für Altglas in Ihrer Nähe.

 

Altkleider

Auch Kleidungsstücke, die sie bereits aus Ihrem Kleiderschrank aussortiert haben, sind wiederverwendbar:

  • Unterschiedliche Organisationen und gemeinnützige Vereine wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sammeln gut erhaltene Altkleider in speziellen Altkleidercontainern. Hier können Sie neben Kleidung auch Handtücher, Bettwäsche und zusammengebundene (!) Schuhe abgeben.
  • Wichtig ist, dass Sie die Textilien nicht lose in den Container werfen, sondern Ihre Spende geschützt in Plastiktüten abliefern.
  • Aber aufgepasst! Zerrissene oder stark abgenutzte Kleidungsstücke gehören nicht in die Altkleidersammlung. Entsorgen Sie diese in der grauen Tonne.
  • Für sehr gut erhaltene und hochwertige (Marken-) Kleidung erhalten Sie vielleicht sogar noch etwas Kleingeld. Fragen Sie doch einfach mal beim Second-Hand-Laden um die Ecke.

 

Problemstoffe und weitere Abfälle für den Wertstoffhof

Bei der Arbeit oder zuhause fällt tagtäglich Müll an, der in keiner der Tonnen für den Haushaltsmüll entsorgt werden darf. Über die sogenannten Problemstoffe oder Sonderabfälle klären wir Sie in diesem Abschnitt auf.

 

Sperrmüll

Zum Sperrmüll gehören folgende Gegenstände:

  • Holzmöbel: Tische, Stühle, Schränke, etc.
  • Polstergarnituren: Sofas, Sessel, etc.
  • Kunststoffmöbel: Tische, Stühle, etc.
  • Lampenschirme, Gardinenstangen, etc.
  • Fahrräder und andere Fahrgeräte (ohne Motor)
  • Grills (ausgenommen Elektrogrills)
  • Musikinstrumente
  • Spiegel
  • Schirme
  • Bettgestelle und Matratzen
  • Gartengeräte

 

Um sperrige Möbel und Einrichtungsgegenstände, die nicht in die Haushaltstonne passen, zu entsorgen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Abfuhrtermine: Viele Gemeinden organisieren (meist zweimal jährlich) eine Sperrmüllabfuhr. Die Termine sind frühzeitig bekannt, sodass Sie die Entsorgung im Voraus einplanen können. Dann brauchen Sie Ihre sperrigen Güter nur nach draußen zu stellen.
  • Deponie: Haben Sie die Sperrmüllabfuhr verpasst, können Sie jederzeit auch selbst Ihren Sperrmüll auf Mülldeponien bzw. Wertstoffhöfen entsorgen. Dafür ist jedoch meist eine Gebühr zu entrichten.
  • Abfuhr auf Bestellung: Wenn Sie einen zusätzlichen Entsorgungstermin benötigen und den Sperrmüll nicht selbst zur nächsten Deponie bringen können, gibt es außerdem die Möglichkeit einen Abfuhrtermin selbst zu vereinbaren. Damit Sie nicht zu lange warten müssen, bieten viele Gemeinden auch eine Express-Abholung zu einem bestimmten Pauschalpreis an.

 

Elektroschrott

Elektroschrott kann entweder bei organisierten Sammelstellen der Kommune oder Wertstoffhöfen kostenlos abgegeben werden. Es ist nicht gestattet defekte Elektrogeräte mit dem Sperrmüll zu entsorgen.

Zu Elektrogeräten zählt

  • alles, was einen Stecker hat (Fernseher, Drucker, Kühlgeräte, Wasserkocher, Toaster, Bildschirme, Kaffeemaschinen, etc.)
  • oder mit einem Akku einer Batterie betrieben wird (Handy, Taschenrechner, Ladegeräte, Notebook, Armbanduhr, etc.)

 

Tintenpatronen & Toner

Bei der Entsorgung von Tintenpatronen und Tonerkartuschen ist der Inhalt entscheidend:Tintenpatronen

  • volle oder halbgefüllte Patronen zählen zu den Problemstoffen und sind daher bei der Problemstoffsammlung abzugeben.
  • vollständig verbrauchte Druckerpatronen können Sie in die graue Tonne werfen.

Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde, wo und wann Problemstoffe angenommen werden. Die Abgabe ist für Sie kostenlos.

 

CDs & DVDs

Wenn Sie Ihre alten oder unbrauchbaren CDs bzw. DVDs entsorgen möchten, beachten Sie bitte folgendes:CD-Rohling

  • CDs und DVDs gehören auf keinen Fall in den gelben Sack, wie man vielleicht vermuten könnte!
  • Schützen Sie aktiv unsere Umwelt, indem Sie Ihre alten Datenträger bei der nächsten Mülldeponie abgeben. Nur hier können diese ökologisch recycelt werden.
  • Nutzen Sie außerdem die Rückgabemöglichkeit Ihrer Verkaufsstelle. Nehmen Sie beim nächsten Einkauf einfach Ihre CDs und DVDs mit und geben Sie diese bei der Sammelstelle ab.
  • Als letzte Möglichkeit steht Ihnen zur Entsorgung auch die graue Tonne zur Verfügung.

 

Batterien

Batterien enthalten umweltschädliche Stoffe und dürfen daher nicht in den Hausmüll geworfen werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Energielieferanten zu entsorgen:Batterie

  • Am einfachsten ist die Rückgabe der gebrauchten Batterien bei der Verkaufsstelle. Ob Fachhändler oder Kaufhaus, hier werden leere Batterien zur Entsorgung gesammelt.
  • Im Rathaus, beim Bürgerservice oder anderen öffentlichen Einrichtungen stehen meist grüne Sammelbehälter zur Abgabe von Batterien bereit.
  • Wie Tintenpatronen und andere Problemstoffe, können Batterien ebenso bei der Mülldeponie abgegeben werden.
  • Zusammen mit Ihrem Elektroschrott können Sie Batterien und Akkus ebenfalls bei speziellen kommunalen Sammelstellen abgeben.

 

Kork

Kork ist ein kostbarer Rohstoff und wird daher als Sonderabfall behandelt, um diesen möglichst verlustarm zu recyceln. Je nachdem, um welches Korkprodukt es sich handelt, muss dieses gesondert entsorgt werden:

  • Naturkorken von Sekt- oder Weinflaschen können Sie bei Korksammelstellen auf ihrer Gemeinde abgeben. Verwechseln Sie diese jedoch nicht mit Kunststoffkorken, welche in den gelben Sack gehören.
  • Fußböden aus Kork werden bei Mülldeponien entgegengenommen.
  • Andere Korkprodukte (Accessoires etc.) müssen in der grauen Tonne entsorgt werden.
  • Sperrige Korkprodukte wie Pinnwände können mit dem Sperrmüll entsorgt werden.

 

Altmedikamente

Der Umgang mit Altmedikamenten ist je nach Region unterschiedlich. Informieren Sie sich deshalb vor der Entsorgung bei Ihrer Gemeinde. In einigen Landkreisen dürfen Altmedikamente nicht in die graue Tonne, da der Restmüll nicht verbrannt, sondern biologisch verwertet wird. Damit die Inhaltsstoffe der Altmedikamente nicht in den Wasserkreislauf geraten, müssen diese bei der Problemstoffsammlung abgegeben werden. Einige Apotheken sind ebenso bereit, alte Arzneimittel entgegenzunehmen und diese für Sie zu entsorgen.

 

Leuchtmittel

Nicht alle Leuchtmittel dürfen auf die gleiche Weise entsorgt werden. Hierbei kommt es auf die Betriebsart des jeweiligen Leuchtmittels an:Glühbirne

  • Glühlampen sind im Betrieb zwar sehr ineffizient, wenn sie defekt sind aber für die Umwelt unbedenklich. Deshalb können Sie diese einfach in der grauen Tonne entsorgen.
  • LED-Lampen sind aufgrund ihrer hohen Energieausbeute und Lebensdauer besonders beliebt. Diese dürfen Sie jedoch nicht wie Glühlampen mit dem Restmüll ausrangieren. LED-Lampen gehören zum Elektroschrott oder können wie andere Problemstoffe bei Mülldeponien kostenlos abgegeben werden.
  • Auch Halogenlampen, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen können Sie bei der Problemstoffsammlung loswerden.

 

Spraydosen

Unabhängig von deren Inhalt sind Spraydosen aller Art unberechenbare Verpackungen und daher auch bei der Entsorgung mit Vorsicht zu behandeln. Da Spraydosen Treibgase enthalten, die sich bei hohen Temperatureinwirkungen ausdehnen und eine Explosion auslösen können, sollten Sie sich vor der Entsorgung vergewissern, dass die Dose vollständig geleert ist. Denn hier gilt:

  • Nur leere Sprühdosen dürfen bedenkenlos im gelben Sack entsorgt werden.
  • Volle oder teilgefüllte Sprühdosen gehören nicht in den Hausmüll. Diese sind aus Sicherheits- und ökologischen Gründen bei der Problemstoffsammlung abzugeben.

 

 

Gefahrenpiktogramme

Im Berufsalltag oder Zuhause kommen wir mit den unterschiedlichsten Gefahrenstoffen in Kontakt. Diese können erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit oder die Umwelt haben. Daher verlangt der Umgang mit diesen Stoffen besondere Vorsicht. Um gesundheitsgefährdende Stoffe und Chemikalien für Sie als Verbraucher kenntlich zu machen, haben die Vereinten Nationen ein einheitliches System namens GHS (global harmoniertes System) erarbeitet. Damit dieses auch in Deutschland rechtswirksam ist, wurde dieses mit der sog. CLP-Verordnung in die nationale Gesetzgebung übertragen. Die folgenden Gefahrenzeichen sollten Sie kennen, damit Sie das Risiko im Voraus abschätzen können:

 

 

Piktogramm

Bezeichnung

Gefahrenbeschreibung

Beispiele

Gefahrenpiktogramm Flamme

Flamme

entzündlich, selbsterhitzungsfähig

Sprays zur Reinigung, Hygiene, Desinfektion, Raumduft, Nagellackentferner, Kraftstoffe, Spiritus

Gefahrenpiktogramm Flamme über Kreis

Flamme über Kreis

brandfördernd

Dünger, chlorhaltige Desinfektionsmittel, Bleichmittel

Gefahrenpiktogramm Explodierende Bombe

Explodierende Bombe

Explosionsgefahr, selbstersetzliche Stoffe

Feuerwerkskörper

Gefahrenpiktogramm Gasflasche

Gasflasche

Gase unter Druck

Gaskartuschen und Gasflaschen, z.B. zur Sprudel-Erzeugung oder für den Gasgrill

Gefahrenpiktogramm Ätzwirkung

Ätzwirkung

hautätzend, augenschädigend, korrosiv ggü. Metalle

Bodenreiniger, WC-Reiniger, Kalklöser

Gefahrenpiktogramm Totenkopf mit Knochen

Totenkopf mit Knochen

giftig beim Einatmen / Schlucken, tödlich

Quecksilber-Thermometer, Schädlingsbekämpfungsmittel

Gefahrenpiktogramm Ausrufezeichen

Ausrufezeichen

gesundheitsschädlich, reizend

Reiniger, Spül- und Waschmittel, Spülmaschinentabs, Kaffeemaschinen-Reiniger, Imprägnierspray

Gefahrenpiktogramm Gesundheitsgefahr

Gesundheitsgefahr

Gesundheitsschädlich, krebserregend, organschädigend, allergieauslösend

Fleckenentferner, Kraftstoffe

Gefahrenpiktogramm Umwelt

Umwelt

gewässerschädigend

Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Kraftstoffe

 

 

Den richtigen Müllbeutel kaufen

Bei der Mülltrennung spielt auch die Wahl des Müllbeutels eine wichtige Rolle. Schließlich gibt es für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche die verschiedensten Müllsäcke. Die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Müllsäcken sind:

  • das Fassungsvermögen
  • die Stärke
  • das Material

Anhand dieser Eigenschaften erklären wir Ihnen in diesem Abschnitt, welcher Müllsack für welchen Zweck geeignet ist und welche Ausführungen es gibt.

 

Haushalts-Müllbeutel

Für den Restmüll (graue Tonne) gibt es Müllbeutel in den verschiedensten Größen. Welche Sie benötigen hängt selbstverständlich von der Größe Ihres Mülleimers ab. Haushaltsübliche Mülleimer haben ein Fassungsvermögen von 30 bis 60 Liter. Passend dazu sollten Sie dementsprechend auch den Müllbeutel wählen. Haushalts-Müllbeutel gibt es in verschiedenen praktischen Ausführungen:

  • Müllbeutel mit Tragegriffen lassen sich besonders einfach verknoten und zur Mülltonne transportieren, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen.
  • Müllbeutel mit Zugband sind eine besonders saubere Variante, da Sie diese jederzeit verschließen und wieder öffnen können.
  • Ihr Müllbeutel hängt lose im Mülleimer, was das Wegwerfen von Abfällen erschwert? Dann kaufen Sie ab sofort Müllbeutel mit Fixierband und schon kann dieser nicht mehr in den Mülleimer hineinrutschen.

 

Kosmetikbeutel

Für die kleinen Mülleimer im Bad und im Gäste-WC gibt es Kosmetikbeutel mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 10 Liter. Zur sauberen Entsorgung haben diese meist auch einen Tragegriff. Mit einem doppelten Knoten sind Ihre Kosmetik-Abfälle schnell beseitigt.

 

Bio-Müllbeutel

Sie sind ein Naturfreund und Umweltschutz liegt Ihnen am Herzen? Dann greifen Sie zu Bio-Müllbeutel und unterstützen Sie damit die ökologische Müllentsorgung. In unserem Online-Shop können Sie Bio-Müllbeutel mit verschiedenen Eigenschaften kaufen:

  • In recycelbaren Müllsäcken ist auch Ihr Restmüll (graue Tonne) umweltfreundlich verpackt. In der Regel werden die Müllbeutel aus Polyethylen oder LDPE-Folie hergestellt. Dieser Kunststoff kann umweltschonend hergestellt und ebenso unbedenklich entsorgt bzw. verbrannt werden.
  • In kompostierbaren Müllbeutel können Sie Bioabfälle (braune Tonne) angemessen entsorgen. Denn nicht nur der Inhalt, sondern auch die Verpackung des Biomülls, sollte kompostiert – also selbständig abgebaut werden können. Dafür eignen sich Müllsäcke aus kompostierbarer Folie sowie Kraftpapier oder Altpapier.

 

Mülltonnen-Innensäcke

Der jahrelange Einsatz einer Mülltonne hinterlässt auch seine Spuren. Müllreste und Schmutz setzen sich mit der Zeit im Inneren der Tonne fest und lassen sich dann nicht mehr ohne weiteres lösen. Darum sind Mülltonnen-Innensäcke die perfekte Lösung, um Ihre Tonne in einem hygienischen Zustand zu bewahren. So sieht Ihre Tonne immer aus wie neu und riecht außerdem nicht so unangenehm. Mülltonnensäcke gibt es auch passend für Ihre Tonne mit einem Fassungsvermögen von 90 bis 360 Liter.

 

Schwerlastsäcke

Ob im Innen- oder im Außenbereich – um größere Abfallmengen oder schwergewichtigen Schrott zu beseitigen, sind tragkräftige Schwerlastsäcke besonders hilfreich. Je nach Vorhaben gibt es verschiedene Ausführungen:

  • Schwerlastsäcke aus LDPE-Folie mit einer Stärke bis zu 70 µm halten auch größeren Belastungen stand und reißen bei scharfkantigen Gegenständen nicht so leicht ein. Diese eignen sich daher ideal zum Sammeln und Entsorgen von Baustoffen wie Metall, Sand, Bauschutt, Glas u. v. m.
  • Für die Grünabfälle, die bei der Gartenarbeit anfallen, gibt es praktische Schwerlastsäcke aus PE-Gewebe. Damit können Sie Laub, Äste und weitere pflanzliche Abfälle sammeln und gleich zum Sammelplatz für Grünabfälle transportieren. Ihre Vorteile: Diese Schwerlastsäcke haben ein großes Fassungsvermögen, sind jederzeit wiederverwendbar und Sie hinterlassen garantiert keine Spuren in Ihrem Auto beim Abtransport.

 

Papier-Abfallsäcke

Papier-Abfallsäcke sind meist zu 100% aus Altpapier oder anderen regenerierten Kunststoffen hergestellt und daher besonders umweltfreundlich. Sie sind recycelbar sowie kompostierbar und zum sammeln von kleineren Papier-Abfällen sowie Biomüll geeignet.

 

 

FAQs

 

Wohin mit dem Müll, wenn in der Tonne kein Platz mehr ist?

Ist die Restmülltonne bis zum Rand gefüllt, müssen Sie Ihre Abfälle selbstverständlich nicht im Keller oder in der Garage sammeln. Zusatzmüllsäcke erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde. Allerdings fällt hierfür eine kleine Gebühr an. Die Farbe der Säcke ist regionsabhängig. In den meisten Fällen sind diese rot, blau oder auch schwarz und können zum Abfuhrtermin direkt neben die graue Tonne gestellt werden.

 

Wer bezahlt eigentlich die Müllabfuhr?

Die Kommune ist zwar für die Müllsammlung und -entsorgung verantwortlich, jedoch sind es letztlich die Bürger, die die Kosten für die Müllabfuhr auf verschiedene Weise tragen müssen:

  • Jeder Hauseigentümer oder Hausverwalter ist dafür verantwortlich, dass das Wohnobjekt mit entsprechenden Abfallbehältern für den Restmüll ausgestattet ist. Die Kosten dafür hat er selbst zu tragen. Lesen Sie den nächsten Abschnitt für weitere Informationen zum Thema Müllgebühren.
  • Die Entsorgung von Verkaufsverpackungen liegt in den Händen des Dualen Systems. Die Kosten, die hierfür anfallen, werden an die Hersteller und Vertreiber weitergegeben. Pro Verpackung müssen diese einen gewissen Anteil für die Entsorgung bezahlen. Da diese Kosten aber ebenso in der Preiskalkulation für die Produkte berücksichtigt werden, hat der Verbraucher auch diese indirekt zu tragen.

 

Wo bekomme ich Abfallbehälter her und was kostet das?

Eine Restmülltonne können Sie bei Ihrer Ortsverwaltung anfordern. Die jährlichen Kosten hierfür sind abhängig von der Anzahl und Größe der Tonnen sowie bei größerem Müllaufkommen von der Abfuhrfrequenz. Die Größe Ihres Haushalts spielt also ebenso eine Rolle. Bei der zuständigen Behörde für die Abfallwirtschaft erhalten Sie genaue Informationen zu den Müllgebühren.

 

Wo bekomme ich gelbe Säcke her?

Gelbe Säcke liegen jederzeit bei Ihrer Ortsverwaltung zur Abholung für Sie bereit. Ihren Vorrat können Sie also kostenlos auffüllen.

 

Was hat es mit der orangenen Mülltonne auf sich?

Die orangene Tonne soll die Müllentsorgung für uns einfacher machen, indem wir unterschiedliche Wertstoffe wie Kunststoff, Metall und Gummi in einer gemeinsamen Mülltonne entsorgen dürfen. Dadurch wird der Gelbe Sack abgelöst und die Müllentsorgung nicht nur einfacher, sondern auch umweltfreundlicher. Schließlich landen so mehr Abfälle nicht mehr im Restmüll, sondern werden dem Recycling zugeführt und wiederverwertet.

Doch die orangene Tonne hat sich nicht in jeder Kommune durchgesetzt. Da die Müllentsorgung nicht von der Bundesregierung vorgeschrieben wird, sondern eine Angelegenheit zwischen Kommune und privater Entsorgungsunternehmen ist, bleibt auch die orangene Tonne freiwillig.