Drohnen

 

Drohnen: Dank Kamera die Welt aus der Vogelperspektive betrachten

 

Drohnen erfreuen sich großer Beliebtheit, so wurden in Deutschland bis Ende 2016 ca. eine halbe Million Drohnen verkauft. Dabei gibt es Drohnen mit Kamera und ohne Kamera und die Bedienung ist dank intuitiver Steuerung nach wenigen Testflügen zu beherrschen. Sämtliche ferngesteuerte Geräte werden im Allgemeinen als Drohnen bezeichnet, egal ob am Boden, zu Wasser oder in der Luft. In unserem Ratgeber geht es um sogenannte Quadrocopter, also kleine und leichte Modell-Luftfahrzeuge, die zur Kategorie Hubschrauber gehören. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wo Sie Quadrocopter einsetzen können, wie sie sich in Funktionen und Eigenschaften unterscheiden und was bei der Drohnen-Steuerung zu beachten ist.

 

Unser Leitfaden

 

Was ist eine Drohne?

Unter dem Begriff „Drohnen“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch unbemannte und ferngesteuerte Geräte verstanden. Darunter fallen Geräte, die in der Luft, im Wasser oder am Boden Verwendung finden. In diesem Ratgeber wird der Fokus auf ferngesteuerte Fluggeräte, insbesondere auf Quadrocopter, gelegt.  Quadrocopter besitzen vier Rotoren für die notwendige Schubkraft und zeichnen sich vor allem in puncto Agilität und einem geringen Leistungsgewicht aus.

 

Einsatzbereiche von Quadrocoptern

Quadrocopter eignen sich für den Innenraum sowie für Außenaufnahmen. Je nach Einsatzbereich gibt es beim Kauf einer Drohne folgende Punkte zu beachten:

Quadrocopter

  • Innenbereich:
    Der Innenraum sollte mindestens eine Größe von vier mal vier Metern aufweisen, um kollisionsfreies Fliegen zu garantieren. Dabei sollte auf einen Sicherheitsabstand zu Wänden und Hindernissen geachtet werden. Achten Sie bei der Benutzung von Quadrocoptern auf einen Schutzring für die Rotoren, um Schäden an Wänden und Drohne zu vermeiden.
  • Außenbereich:
    Die leichten Drohnen sind sehr windanfällig. Achten Sie deshalb auf die Windstärke und lassen Sie Ihren Quadrocopter nur bei mäßigem Wind aufsteigen. Auch bei schlechten Witterungsbedingungen wie Schnee und Regen wird die Steuerung sehr schwerfällig. Im schlimmsten Fall nimmt Ihre Drohne davon Schaden.

 

Eigenschaften und Funktionen von Quadrocoptern

Beim Kauf von Drohnen ist es besonders wichtig auf deren Eigenschaften und Funktionen zu achten. Je nach Anwendungszweck gibt es hierbei große Unterschiede.

  • Sendereichweite:
    Mit Reichweiten von bis zu 100 Metern eignen sich die Weiße DrohneDrohnen optimal für den Außeneinsatz.
  • Drohne mit Kamera:
    Landschaftsaufnahmen sind dank Foto- und Videofunktion kein Problem. Viele Drohnen sind mit einer Echtzeit-Datenübertragung auf Ihr Smartphone oder auf die integrierte SD-Karte ausgestattet.
  • Akkulaufzeit:
    Dank leistungsstarken Polymer-Akku können Drohnen etwa 10 Minuten oder länger in der Luft gehalten werden. Unser Tipp: Halten Sie stets mehrere Ersatz-Akkus bereit, um ein langes Flugvergnügen zu garantieren.
  • Gewicht:
    Je nach Modell unterscheiden sich Quadrocopter im Gewicht. Mini-Quadrocopter wiegen lediglich nur wenige Gramm und sind vor allem für das Fliegen in kleineren Innenräumen geeignet. Bei Profi-Drohnen sind dank üppiger Ausstattung keine Grenzen hinsichtlich des Gewichtes gesetzt. Vor allem bei Wind machen sich schwere Drohnen dank besserer Flugeigenschaften bezahlt.
  • Zusatzfunktionen:
    Flug-Drohnen sind echte Luft-Akrobaten. 360° Flips, Loopings, unterschiedliche Flugmodi und Geschwindigkeitsstufen sorgen für jede Menge Flugspaß.

 

Drohnen-Bedienung und Steuerung

Die Drohnen-Steuerung und Bedienung erscheint vor allem für Anfänger zunächst als schwierig. Mit einigen Testflügen und ein wenig Übung auf einem weitläufigen Gelände bei guten Wetterbedingungen lassen sich die Quadrocopter schnell gezielt steuern.Drohnen-Steuerung mit Smarthpone

  • Bedienung:
    Die Bedienung des Quadrocopters erfolgt in der Regel über eine Fernsteuerung oder per Smartphone-App. Die Bedienung über das Smartphone ermöglicht neben Steuerbefehlen auch das Video-Streaming in Echtzeit.
  • Steuerung:
    Die Steuerung erscheint für Laien zunächst sicherlich unübersichtlich. Dank ausgeklügelter Fernsteuerung und intuitiver Smartphone-App lassen sich die Quadrocopter nach wenigen Testflügen in ihren Basisfunktionen leicht beherrschen. Für spezielle Flugmanöver bedarf es einiger Übung. Die mitgelieferte Fernsteuerung bietet eine schnell zu erlernende Handhabung der Drohne. So können alle Bewegungsrichtungen (hoch/ runter, vorwärts/ rückwärts, drehen links/ drehen rechts) und spektakuläre Flugmanöver vom Boden aus gesteuert werden. Vor dem ersten Start sollte unbedingt die Anleitung beachtet werden und mehrere Meter Sicherheitsabstand beim ersten Flug des Quadrocopters gehalten werden. Zusatzfunktionen wie z.B. die Return-Funktion bringen den Quadrocopter wieder sicher zum Piloten.
  • Basisfunktionen einer typischen Fernbedienung: Fernbedienung für Drohnen
    • Steigen/ Sinken: Gashebel (links) nach oben bewegen, um den
      Quadrocopter steigen und nach unten um ihn sinken zu lassen
    • Rechts/ Links: Steuerhebel (rechts) nach links oder rechts bewegen, um den Quadrocopter nach links oder rechts zu schwenken
    • Drehung: linker Hebel nach links oder rechts bewegen, um den Quadrocopter um die eigene Achse drehen zu lassen
    • Vorwärts / Rückwärts: Controllstick (rechts) nach oben oder unten bewegen, um nach vorne oder rückwärts zu fliegen
    • Trimmung: Trimmtasten (jeweils unter Gashebel und Steuerhebel) ermöglichen eine optimale Ausbalancierung in der Luft, um die aktuelle Fluglage anzupassen

 

Was ist beim Einsatz von Drohnen zu beachten?

Beim Einsatz von Drohnen bei privater und gewerblicher Nutzung gibt es einige Einschränkungen und Regeln zu beachten, um den Quadrocopter sicher und legal in die Lüfte steigen zu lassen.

  • Altersbeschränkung:
    Es gibt in Deutschland grundsätzlich keine gesetzliche Altersbeschränkung für die Bedienung von Drohnen. Dennoch empfehlen Hersteller eine Aufsichtsperson bei Kindern.Versicherungen legen ein Mindestalter fest. Für Drohnen, die mehr als 2 Kilogramm wiegen, ist ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben, Hier ist außerdem ein Drohnenführerschein notwendig.
  • Wind- und Wetterbedingungen:
    Lassen Sie Ihren Quadrocopter nur bei gutem Wetter (kein Regen oder Schneefall) und geringen Windstärken in die Lüfte steigen, um Schäden am Gerät zu vermeiden.
  • Filmaufnahmen:
    Besitzen Sie eine Drohne mit Kamera? Holen Sie sich unbedingt das Einverständnis ein, wenn Sie einzelne Personen filmen möchten und respektieren Sie deren Privatsphäre. Auch beim privaten Einsatz darf das Persönlichkeitsrecht anderer nicht verletzt werden.
  • Flugraum:
    Die Drohne darf nur auf Sichtweite geflogen werden. Außerdem muss ein Mindestabstand zu Flughäfen von 1,5 Kilometern eingehalten werden. Ein Flug über größere Menschenmassen ist ebenfalls nicht erlaubt. Ebenfalls verboten sind beispielsweise Krankenhäuser oder Bundesfernstraßen. Überlegen Sie sich vorher gut, worüber die Drohne fliegen soll und holen Sie sich ggf. die notwendigen Einverständniserklärungen ein. 
  • Versicherung:
    Generell gilt eine Haftpflichtversicherung für jeden Drohnenbesitzer, unabhängig ob die Drohne gewerblich oder privat genutzt wird. 
  • Kennzeichnungspflicht: 
    Jede Drohne, die schwerer als 250 Gramm ist, muss mit der kompletten Adresse des Eigentümers gut sichtbar gekennzeichnet sein. Das Etikett muss feuerfest sein. Empfohlen wird bspw eines aus Aluminium. 
  • Der Drohnenführerschein:
    Damit ist ein Flugkundenachweis gemeint, der nach der Prüfung durch eine anerkannte Prüfstelle für fünf Jahre gültig ist.