Monitore

Welcher Monitor passt zu mir?

 

Beim Kauf eines Monitors sollten Sie sich überlegen, für welchen Anwendungsbereich Ihr neuer Bildschirm im Einsatz ist. Benötigen Sie eine besonders große Arbeitsfläche um Dokumente übersichtlich zu bearbeiten? Oder setzen Sie als Gamer auf schnelle Reaktionszeiten, hohe Kontrastwerte und Leuchtkraft?

Unser Ratgeber informiert Sie über die gängigen Bildschirmformate, aktuelle Trends von Ultra-Widescreen bis Curved-Design sowie die besten Display-Technologien. Außerdem erfahren Sie, welche Anschlüsse und Eigenschaften Ihr neuer Monitor für verschiedene Einsatzgebiete benötigt.

 

Unser Leitfaden

 

Worin unterscheiden sich die Bildschirmformate?

Für das Bildschirmformat werden standardmäßig zwei Zahlen angegeben, die das Verhältnis zwischen horizontaler und vertikaler Anzeigefläche beschreiben – das Seitenverhältnis bzw. Bildverhältnis. Zu den gängigen Bildschirmformaten gehören:

 

Klassisches Bildschirmformat (4:3 und 5:4)klassisches 4:3 Format

Das klassische 4:3-Format kennen Sie sicherlich noch aus Zeiten des analogen Fernsehens! Dieses Format ist nahezu quadratisch, jedoch ist das 4:3-Format minimal breiter, als das 5:4-Format. Seit das Standardformat vom Breitbild-Format verdrängt wurde, findet dieses nur noch selten im Gewerbe und Home-Office Verwendung. Nutzen Sie Ihren Monitor nicht zum Ansehen von HD-Videos, sondern ausschließlich, um Dokumente im Hochformat zu bearbeiten, können Sie auch zum klassischen Bildschirmformat greifen.

 

 

Breitbild bzw. Widescreen (16:9 und 16:10)Breibild-Monitor

Dieses Längen-Breiten-Verhältnis hat sich ab den 50er Jahren als Standard durchgesetzt. Das 16:9-Format eignet sich aufgrund der großzügigen Horizontalen ideal für TV-Sendungen, Filme und HD-Videos – ohne störende schwarze Balken. Ab einer Bildschirmdiagonale von 22 Zoll (55 Zentimetern) können Sie auch DIN-A4-Dokumente nebeneinander darstellen und bearbeiten.

 

Monitore im 16:10-Format bieten in der Vertikalen mehr Platz, als das 16:9-Format. Sprich, dieses Format ist weniger breit, dafür aber höher. So wirkt es wie eine Mischung aus dem klassischen 4:3 und 16:9-Format. Dieses Format eignet sich besonders fürs Arbeiten, da beim Surfen im Internet und für Programme mehr Platz vorhanden ist. Durch den größeren Sichtbereich nach oben und unten ist dieses Format auch optimal für Spiele geeignet. Einen Nachteil müssen Verbraucher hier allerdings in Kauf nehmen: Bei Videos in FullHD-Auflösung sind am oberen und unteren Rand schwarze Balken zu sehen.

 

Ultra-Widescreen (21:9)

Breit, breiter, ultrabreit! Das 21:9-Format entspricht in etwa dem Cinemascope-Format aus dem Kino. Sie würden sich gern ein eigenes Heimkino einrichten? Dafür ist dieses Format bestens geeignet! Auch beim Arbeiten bietet das enorm breite Format Vorteile: Hier kann man sich 2 Monitore nebeneinander sparen und ersetzt diese durch einen Monitor im 21:9-Format. Den vollen Überblick behalten Sie auch durch das Abbilden von 3 DIN-A4-Seiten nebeneinander. Und wenn nicht durch das Spiel selbst beschränkt, erfreuen sich Gamer auch am ultrabreiten Blickfeld ohne schwarze Ränder.

 

Curved-Design Monitor im Curved Design

Die seit 2014 verfügbaren Curved-Design-Monitore sind leicht nach innen gewölbte Bildschirme, die sich besser der natürlichen Form des menschlichen Auges anpassen. Durch den verringerten Abstand der Augen zu den Rändern des Bildschirms, entsteht ein räumlicher Effekt, der gleichzeitig Ihre Augen entlastet und schont.

 

Derzeit erfreuen sich besonders Gamer an Monitoren im Curved-Design aufgrund des intensiveren Spielerlebnisses. Gerade bei Ultra-Widescreen-Monitoren lohnt sich das Curved-Design: Bei derartig großen Flächen, ist der Blick auf den Bildschirm mit Wölbung deutlich angenehmer!

 

 

Wofür stehen die Bezeichnungen: LCD, TFT und LED?

Beim Kauf eines Monitors finden Sie sich schnell im Dschungel verschiedenster Bezeichnungen wieder: TFT, LCD, LED und vieles mehr! Doch worin besteht der Unterschied der verschiedenen Technologien?

 

LCD-Technologie

Hinter der LCD-Technologie verbirgt sich die Flüssigkristalltechnik, die bereits bei Displays von Taschenrechnern und Handys zum Einsatz kommen. Der Oberbegriff LCD (Liquid Cristal Display)  umfasst generell alle Flüssigkristalldisplays, die heute für eine flache Displaytechnik (Flachbildschirme) zum Einsatz kommen. Das Bild entsteht hierbei durch Flüssigkristalle, die von hinten mit Licht bestrahlt werden. Das Licht wird dann, je nach Ausrichtung der Kristalle, gefiltert und bildet so unterschiedliche Farben ab.

 

TFT-Technologie

Die TFT-Technologie (Thin Film Transistor) steht ebenfalls für das Flüssigkristallbild und wird heute häufig synonym mit der LCD-Technik verwendet. Dabei bezeichnet die TFT-Technologie lediglich eine spezielle Variante der LCD-Technologie, die heute fast ausschließlich bei Desktop-Monitoren zum Einsatz kommt. Bei der TFT-Technologie wird jeder Pixel mit einem eigenen Transistor einzeln angesteuert, weshalb diese Monitore eine sehr hohe Bildqualität garantieren. TFT-Monitore liefern ein kontrastreiches Bild, ohne Flimmern und Verzerrungen.

 

LED-Technologie

Bei der verbauten LED-Technologie (Light-Emitting-Diode) in Monitoren, handelt es sich nicht um eine Paneltechnik, sondern ausschließlich um die Hintergrundbeleuchtung! Bei LCD-Monitoren kamen meist Leuchtstoffröhren zum Einsatz, die beinahe vollständig durch Leuchtdioden (LEDs) ersetzt wurden. LEDs sind derzeit die beste Wahl für die Hintergrundbeleuchtung, da Sie hier deutlich höhere Kontrast- und Schwarzwerte haben – schlichtweg eine bessere Qualität! LEDs sind sehr klein, wodurch die enorm schlanke Bauform moderner Flachbildschirme erst ermöglicht wird.

 

 

Welche Display-Panels bieten die beste Bildqualität: TN, VA oder IPS?

Beim Kauf eines Monitors sollten Sie auch der eingebauten Display-Technik Aufmerksamkeit schenken. Diese ist nicht nur für die Bildqualität ausschlaggebend, sondern bestimmt auch die Reaktionszeit und den zu betrachtenden Blickwinkel. Der Blickwinkel bestimmt in Grad, wie weit Sie sich horizontal und vertikal vom Monitor entfernen können, bis die Bildqualität schlechter wird. Hierbei sind maximal knapp 180 Grad zu erreichen. Je näher ein Monitor an diesen Betrachtungswinkel heran kommt, desto besser!

Derzeit kommen verschiedene Paneltechniken zum Einsatz. Weshalb Monitore mit IPS-Displays derzeit auf dem Vormarsch sind, erfahren Sie hier:

 

TN-Displays

Monitore mit TN-Technik (Twisted-Nematic) sind Flüssigkristalldisplays, deren integrierte Stäbchen waagrecht zur Bildebene ausgerichtet sind, um so das Licht der Hintergrundbeleuchtung durchzulassen. Wirkt Spannung auf die Flüssigkristall-Stäbchen ein, verändern diese ihre Position von waagrecht zu senkrecht und verhindern, dass das Licht durchscheinen kann. So verändern sich die Pixel von Hell zu Dunkel.

 

Vorteile:

  • Preiswert
  • Sehr kurze Reaktionszeit von bis zu 2 ms (Millisekunden) – für Gamer interessant!
  • Geringer Stromverbrauch

 

Nachteil:

  • Niedrigere Kontrastwerte
  • Geringer Betrachtungswinkel: Farben und Kontraste verfälschen bereits bei kleinen Änderungen im Blickwinkel.

 

Hinweis: Die verbesserten TN-Panels heißen TN-Film-Panels. Diese Panels haben einen speziellen Verzögerungsfilm, der die Lichtverteilung optimiert und so den Blickwinkel verbessert.

 

VA-Displays

Monitore mit MVA/PVA-Panels (Multi-Domain-Vertical-Alignment und Patterned-Vertical-Alignment) sind Flüssigkristalldisplays, die vom Prinzip her genauso funktionieren, wie TN-Panels – nur umgekehrt! Hier sind die Stäbchen senkrecht zur Bildebene ausgerichtet und werden durch Anlegen einer Spannung in eine waagrechte Position gekippt.

 

Vorteile:

  • Höhere Kontrastwerte als TN-Technik
  • Größerer Blickwinkel als bei TN-Technik

 

Nachteile:

  • Teurer als TN-Technik
  • Längere Reaktionszeiten als TN-Panel und IPS-Panel
  • Höherer Stromverbrauch als TN-Panel

 

Hinweis: Auf dem Markt gibt es auch VA-Displays von Samsung, spezielle Gamer-Monitore, die eine Reaktionszeit von 1 ms aufweisen. Hauptsächlich finden VA-Displays jedoch Verwendung bei grafischen und technischen Berufen sowie in der CAD-Industrie.

 

IPS-Displays

Bei den IPS-Panels (In-Plane-Switching) bleiben, im Gegensatz zu VA-  und TN-Panels, die Flüssigkristall-Stäbchen immer waagerecht zur Bildebene liegen – trotz Einfluss der Spannung, durch die sich die Position der Flüssigkristalle mal stärker oder schwächer verändert. Durch die Änderung der Ausrichtung wird so mehr oder weniger Licht blockiert.

 

Vorteile:

  • Extrem hohe Kontrastwerte (hohe Farbtreue)
  • Größtmöglicher Blickwinkel (vertikal und horizontal bis 178 Grad)
  • Relativ kurze Reaktionszeiten
  • Auch als Touchscreen verwendbar, da bei Berührung des Panels keine Farbveränderungen entstehen

 

Nachteile:

  • Teurer als VA-Panels (Preise sinken jedoch stetig)
  • Höherer Stromverbrauch als bei TN- und VN-Panels

 

Hinweis: Die Weiterentwicklung der IPS-Technik heißt PLS (Plane-To-Line-Switching). Diese Panel-Technologie bietet einen noch größeren Betrachtungswinkel, eine verkürzte Reaktionszeit von ca. 5 ms und verbraucht bei gleicher Leuchtkraft weniger Strom!

 

 

Wofür benötige ich welchen Anschluss?

VGA, DVI, HDMI oder Display-Port? Bei Monitoren finden Sie die unterschiedlichsten Anschlüsse für andere Geräte, die sich vor allem darin unterschreiben, ob sie Ton- oder Bildsignale übertragen. Aufgrund der hohen Bildwiederholungsrate und Auflösung moderner Grafikkarten, ist die Übertragung von Bildsignalen über analoge Monitor-Anschlüsse bereits veraltet. Die digitalen Anschlüsse liefern eine optimale Bildübertragung.

 

Analoge Anschlüsse

 

VGA – Video Graphics Array

VGA Anschluss IconDas VGA-Kabel gibt ein RGB-Signal aus und ist weit verbreitet, allerdings sind Sie damit nicht mehr auf dem neuesten Stand. Nutzen Sie, falls vorhanden, ein digitales Kabel um Signalstörungen zu vermeiden. 

  • Einsatz: Monitore, PCs, Notebooks, TVs und Beamer
  • Übertragungsart: Bildübertragung
  • Erhältliche Adapter: Mini-VGA (für Laptops)

 

DVI-A – Digital Visual Interface

Unter den DVI-Anschlüssen gibt es verschiedene Varianten, sowohl analoge als auch digitale Anschlüsse. Der analoge DVI-A Anschluss ist mit den Eigenschaften des VGA-Anschlusses zu vergleichen und auch per Adapter mit diesem kompatibel. In der Praxis dienen DVI-A Kabel meist nur als Adapterkabel zu VGA.

  • Einsatz: Monitore, PCs, TVs, Notebooks, Beamer und Grafikkarten
  • Übertragungsart: Bildübertragung
  • Erhältliche Adapter: HDMI, VGA, DVI (Micro und Mini)

 

Line / Audio

Gemeint ist hier der 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, mit dem Sie Ihre Lautsprecher an den PC anschließen können. Hierfür schließen Sie den Stecker am Audio-Ausgang Ihrer Soundkarte an (bei „Line-In“ oder „Mic“) oder Sie stecken die Kopfhörer direkt an Ihrem Monitor ein.

  • Einsatz: Lautsprecher, Kopfhörer
  • Übertragungsart: Tonübertragung
  • Erhältliche Adapter: -

 

Digitale Anschlüsse

 

HDMI – High Definition Multimedia Interface

HDMI Anschluss IconHDMI-Ports übertragen digitale Bild- und Tonsignale in bester Qualität! Diese Schnittstelle ist ideal für Monitor mit HD-Auflösung und jegliche Unterhaltungselektronik geeignet. Ab Version 2.0 der HDMI-Spezifikationen wird auch Ultra HD bzw. 4k unterstützt.

  • Einsatz: Monitore, PCs, Notebooks, TVs, Spielkonsolen, DVD- und Blu-ray-Player und Beamer
  • Übertragungsart: Bild- und Tonübertragung
  • Erhältliche Adapter: DVI, USB 3.0

 

Display-Port  

Display-Port Anschluss IconDer Display-Port wurde von Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelt und ist derzeit überwiegend bei Apple-PCs, Grafikkarten und vereinzelten Monitoren verbreitet. Der Mini-Display-Port (hauptsächlich bei Apple Notebooks) wurde von Apple zum Thunderbold-Anschluss weiterentwickelt und soll als High-Speed-Schnittstelle die direkte Konkurrenz zum USB 3.0 Anschluss sein. Diesen Anschluss können Sie für die Datenübertragung und als Displayschnittstelle nutzen!

  • Einsatz: Monitore, PCs, Notebooks, externe Festplatten, TVs, Spielekonsolen, Kameras, DVD- und Blu-ray-Player und Beamer
  • Übertragungsart: Bild- und Tonübertragung, Datenübertragung
  • Erhältliche Adapter: HDMI, VGA, DVI und Mini DisplayPort

 

DVI-I – Digital Visual Interface

DVI-I Anschluss IconMit einem DVI-I Kabel können Sie analoge und digitale Signale übertragen! Hier ist es möglich, über eine nicht dafür vorgesehene Pin-Belegung der Stecker zusätzlich digitale Audiodateien zu übertragen.

  • Einsatz: Monitore, PCs, TVs, Notebooks, Beamer und Grafikkarten
  • Übertragungsart: Bildübertragung
  • Erhältliche Adapter: HDMI, VGA, DVI (Micro und Mini)

 

DVI-D – Digital Visual Interface

Über den DVI-D Anschluss übertragen Sie ausschließlich digitale Signale. Wie beim DVI-I Anschluss, unterscheidet man zwischen Single-Link Kabel (Übertragung über einen Kanal) und Dual-Link Kabel (Übertragung über zwei Kanäle). Kabel mit Dual-Link erreichen eine höhere Auflösung, da mehr Kanäle für die Übertragung der Datenmenge zu Verfügung stehen. Heutzutage sind die meisten DVI Kabel bereist mit Dual-Link ausgestattet.

  • Einsatz: Monitore, PCs, TVs, Notebooks, Beamer und Grafikkarten
  • Übertragungsart: Bildübertragung
  • Erhältliche Adapter: HDMI, VGA, DVI (Micro und Mini)

 

USB (2.0 und 3.0) – Universal Serial Bus

USB Anschluss IconBei den USB-Ports sind derzeit hauptsächlich drei Standards im Handel zu finden: USB 2.0, 3.0 (mittlerweile umbenannt in USB 3.1 Gen1 und USB 3.1 Gen2) und Typ C. Der Unterschied von USB 2.0 auf USB 3.0 besteht in der höheren Übertragungsgeschwindigkeit in vollduplex (Übertragung in beide, statt nur eine Richtung), sowie eine höhere Stromversorgung.

  • Einsatz: Monitore, Maus, Tastatur, USB-Sticks, externe Festplatten, Drucker, Lautsprecher, Smartphones
  • Übertragungsart: Datenübertragung
  • Erhältliche Adapter: USB 1.0 (bei USB 2.0), USB 2.0 (bei USB 3.0)

 

USB Typ C – Universal Serial Bus

Der USB Typ C, der zusammen mit der USB-3.1-Spezifikation eingeführt wurde, ist eine Erweiterung des USB Typ A. Der Typ C ist deutlich kleiner und besitzt nun eine elliptische Form. Hier müssen Sie beim Einstecken nicht mehr auf die Orientierung achten, sprich wie rum Sie den Stecker in den Anschluss einstecken.

 

Mit dem USB Typ C können Sie nicht nur Daten transferieren, sondern gleichzeitig auch leistungsfähigere Geräte wie Monitore mit Strom versorgen. Der neue Standard soll nicht nur den bisherigen Typ A und den Micro-USB ersetzen, sondern auch HDMI, Displayport sowie externe Monitore und Audio-Klinkenbuchsen überflüssig machen. Der USB Typ C ist als ultimative Docking-Station gedacht.

  • Einsatz: Monitore, USB-Sticks, externe Festplatten, Smartphones, Notebooks, PCs, TVs, Spielekonsolen, Kameras, Lautsprecher, DVD- und Blu-ray-Player
  • Übertragungsart: Datenübertragung, Bild- und Tonübertragung
  • Erhältliche Adapter: USB 2.0, USB 3.1, Mini und Micro USB, Displayport, Thunderbolt, HDMI, 3,5-Klinke-Adapter

 

 

Welcher Monitor für …?

Bisher haben wir Sie über die unterschiedlichen Bildschirmformate, Display-Technologien und Anschlüsse für Monitore informiert. Doch welcher Monitor ist am besten für Büro, Video- und Bildbearbeitung oder Gaming geeignet? Im Folgenden werden die Monitore auf Ihre Eignung in Bezug auf Auflösung, Bildschirmdiagonale, Kontrast und Reaktionszeit für den jeweiligen Verwendungszweck analysiert.

 

Monitore für Büro und Verwaltung

Bei Monitoren die jeden Tag mehrere Stunden in Gebrauch sind, sollten Sie besonders darauf achten Ihre Augen zu schonen. Ein kontrastarmes oder flimmerndes Bild verschlechtert mit der Zeit Ihr Sehvermögen und schwächt Ihre Konzentration. Da Sie im Büro überwiegend Dokumente bearbeiten oder HD-Videos ansehen, sparen Sie lieber an der Grafikkarte, statt beim Monitor!

  • Bildschirmdiagonale: mind. 22 Zoll, noch größere Produktivität mit Dual-Monitor (2 Monitoren)
  • Auflösung: mind. 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD)
  • Kontrast und Reaktionszeit: LCD oder TFT-Technologie mit LED Hintergrundbeleuchtung, mattes IPS- oder VA-Display, Reaktionszeit zwischen 2 und 7 ms (je kürzer, desto besser!)

 

Monitore für Bild- und Videobearbeitung

Monitore für Grafiker, Fotografen und audiovisuelle Mediengestalter sollten vor allem ein gutes Kontrastverhältnis und eine naturgetreue Farbwiedergabe besitzen. Praktisch ist neben der Farbraumabdeckung in sRGB auch die in Adobe-RGB, wobei letztere nur von Monitoren in der höheren Preisklasse vollständig abgebildet werden können.

  • Bildschirmdiagonale: mind. 24 Zoll, noch größere Produktivität mit Dual-Monitor oder Ultra-Widescreen (21:9)
  • Auflösung: mind. Full HD, besser 1920 x 1200 Pixel (Seitenverhältnis: 16:10)
  • Kontrast und Reaktionszeit: LCD oder TFT-Technologie mit LED Hintergrundbeleuchtung, mattes IPS-Display, Reaktionszeit zwischen 2 und 5 ms

 

Gaming-Monitore

Bei Monitoren für Gamer spielt, neben guten Kontrastwerten und Leuchtkraft, besonders die Reaktionszeit und die Hertzrate (Bildwiederholfrequenz) eine große Rolle. Da Spieler häufig mehrere Stunden vor dem Monitor verbringen, empfiehlt sich hier zusätzlich die Flicker-Free-Technologie, um ihre Augen zu schonen. Diese Technologie beseitigt vollständig das Bildschirmflimmern mittels Modulation der LED-Backlights.

  • Bildschirmdiagonale: 24-27 Zoll für FPS-Spiele (frames per second = Bilder pro Sekunde), für Ultra-Wide-Gaming z. B. 34 Zoll
  • Auflösung: mind. 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD)
  • Kontrast und Reaktionszeit: LCD oder TFT-Technologie mit LED Hintergrundbeleuchtung, mattes TN-Panel, Reaktionszeit zwischen 1 und 3 ms, hohe Bildwiederholfrequenzen von 120 oder 144 Hz

Hinweis: Ein guter Gaming-Monitor sollte zudem einen digitalen Videoeingang (HDMI oder DVI) besitzen.

 

 

FAQs

 

Wo sollte mein Monitor stehen?

Der Monitor sollte auf einer stabilen Fläche, standsicher platziert sein. Dabei ist es zu vermeiden, den Bildschirm vor einem Fenster aufzustellen, um Spiegelungen zu vermeiden. Es sollte genug Platz vorhanden sein, um den Monitor ca. 10 cm von der Tastatur und ca. 50 cm von den Augenim Abstand zu halten. Ebenso sollte der Monitor auf Augenhöhe stehen und nicht höher oder tiefer platziert werden, da dadurch schnell Augenbeschwerden entstehen können.

 

Wie schließe ich den Monitor an den PC an?

Zuerst benötigt Ihr Monitor eine eigene Stromversorgung. Dieses Kabel wird in den Monitor gesteckt und das andere Ende in die Steckdose. Um Ihren Monitor mit dem PC zu verbinden, stecken Sie ein weiteres Kabel in den jeweiligen Anschluss der Grafikkarte in das PC-Gehäuse.

Hierfür haben Sie an Ihrem Rechner verschiedene Auswahlmöglichkeiten: VGA, DVI, HDMI oder Display-Port. Nutzen Sie einen Flachbildschirm und können auf ein Audio-Signal verzichten (z. B. im Büro), empfiehlt es sich hier den DVI-I (digital) zu verwenden. Andernfalls können Sie sowohl den HDMI, als auch den Display-Port Anschluss verwendet, die beide Bild- und Audiosignale und auch eine höhere Auflösung unterstützen.

 

Wo kann ich einen zweiten Monitor anschließen?

Sie schließen den zweiten Monitor genau so an, wie Ihren regulären Hauptmonitor (siehe oben). Grafikkarten haben für gewöhnlich mehrere Anschlüsse um Monitore anzuschließen, die auch gleichzeitig betrieben werden können. Allerdings finden Sie ein und denselben Anschluss nicht mehrmals vor. Dank verschiedenster Adapter, können Sie Ihren Monitor jedoch auf jeden Anschluss anpassen.

 

Wo entsorge ich meinen Monitor?

Bevor Sie Ihren Monitor entsorgen, löschen Sie am besten alle sich darauf befindlichen Daten – und verschieben Sie nicht nur in den Papierkorb! Elektrogeräte gehören natürlich nicht in den Hausmüll! Erkundigen Sie sich beim Hersteller: Aufgrund des Elektrogerätegesetztes sind Hersteller verpflichtet, die Entsorgung alter Geräte zu übernehmen. Oder Sie melden Ihren Monitor für den Sperrmüll an und lassen diesen abholen.

 

Was bedeutet “Monitor going to sleep”?

Auf Ihrer Tastatur befindet sich, meist bei F1-F12, ein Mond auf einer Taste. Dieser praktische Button fährt das System automatisch in den Ruhezustand und sollte bei einer Eingabe wieder hochfahren. Sollte die Meldung „Monitor going to sleep“ erscheinen und nur der Neustart hilft, um den Ruhezustand zu beenden, kann es sein, dass Ihr Computer nicht mit der Tastatur kompatibel ist.

 

Womit soll ich meinen Monitor reinigen?

Für grobe Verunreinigungen nutzen Sie einen TFT-Reiniger. Diese Lösungen sind speziell für Bildschirme entwickelte Lösungen bzw. Sprays. Ansonsten setzen Sie auf Mikrofaser- oder gar Brillenputztücher, die höchsten leicht angefeuchtet werden und wischen ohne Druck über den Monitor – auf keinen Fall mit nassen Tüchern über den Bildschirm wischen!

 

Warum flackert mein Monitor?

Das Flackern Ihres Monitors kann mehrere Ursachen haben. Versuchen Sie vorerst, das Kabel auszutauschen, um einen Wackelkontakt auszuschließen oder mit einem anderen Kabel einen neuen Monitor-Anschluss zu testen. Um festzustellen, ob das Flackern am Monitor selbst liegt, schließen Sie den Monitor an ein anderes Gerät an. Funktioniert der Monitor ohne Flackern an anderen Geräten, könnte ein Software-Problem vorliegen.

 

Warum schaltet sich mein Monitor aus?

Überprüfen Sie, ob das jeweilige Kabel (z. B. DVI) richtig in der Grafikkarte steckt. Testen Sie Ihren Monitor an anderen Geräten, um auszuschließen, dass der Monitor dafür verantwortlich ist. Andernfalls ist es möglich, dass Ihre Grafikkarte bei Ihren Anwendungen (Spiele etc.) überhitzt bzw. zu schwach ist oder der Treiber der Grafikkarte fehlerhaft installiert wurde. Möglicherweise hilft die Neuinstallation Ihres Grafiktreibers.

 

Wie kann ich meinen Monitor kalibrieren?

Drucken Sie ein Bild aus und stellen fest, dass das gedruckte Bild farblich ganz anders aussieht, als auf dem Bildschirm, sollten Sie Ihren Bildschirm neu kalibrieren. Hierfür sollte der Bildschirm frei von Schlieren sein und der Raum abgedunkelt.

Setzen Sie zuerst Ihre Werkseinstellungen zurück, indem Sie auf Ihrem Monitor die „Menü“-Taste betätigen und das Set-up oder die Werkseinstellungen (Name kann variieren) aufrufen. Setzen Sie diese nun zurück. Anschließen stellen Sie im Optionsfeld „Farbtemperatur“ den Kelvin-Wert auf 6600 K und den Gamma-Wert auf 2,2.