Speicherkarten

 

Winzig klein und dennoch so viel Speicher!

Nicht nur Kameras sondern auch einige Mobiltelefone und Spielkonsolen benötigen das kleine Speichermedium. Speicherkarten kommen mittlerweile in zahlreichen elektronischen, mobilen Geräten zum Einsatz. So sind beim Kauf einer Speicherkarte mehrere Eigenschaften zu berücksichtigen. In unserem Ratgeber stellen wir Ihnen die gängigste Speicherkarte vor und erklären Ihnen, welche Kriterien Sie beim Kauf und bei der Verwendung beachten sollten.
 

 

Unser Leitfaden

 

 

Überblick

Verschaffen Sie sich zu Beginn einen besseren Überblick über die Speicherkapazität und die unterschiedlichen Geschwindigkeitsklassen der SD-, SDHC- und SDXC-Karten mithilfe unseres Videos:

 

 

 

Groß, mittel, klein – das richtige Format!

  • Das Standard-Kartenformat „SD“ (32x24x2,1 Millimeter) passt in gängige Laptops, Digitalkameras sowie Spielkonsolen

    Weitere Varianten: SDHC, SDXC

  • Das etwas kleinere Format nennt sich „miniSD“ und findet heutzutage kaum mehr Anwendung. Weitere Varianten: miniSDHC
  • Die kleinste Variante ist die „microSD“ (11x15x1 Millimeter). Diese findet sich in nahezu jedem Smartphone wieder.

    Weitere Varianten: microSDHC, microSDXC

  • Speicherkarte zu klein? Kein Problem!

    Adapter für microSD-KartenWährend manche Digitalkameras noch das standardmäßige Format der SD-Karten verwenden, brauchen beispielsweise Smartphones oder Drohnen eine microSD-Karte. Eine kleinere microSD passt nicht in einen SD-Kartenslot, da sie viel zu klein ist. Ein entsprechender Adapter ist hier die Lösung. Die microSD-Karte wird in einen SD-Adapter gesteckt und kann auf diese Weise problemlos als normalgroße SD-Karte weiterverwendet werden.

 

 

Die Secure Digital Memory Card

SD-Karten sind günstig, schnell, kompakt und dadurch weit verbreitet. „SD“ steht für „Secure Digital“ und beschreibt die von SanDisk entwickelte integrierte Sicherheitsfunktion, die vor unerlaubtem Schreibzugriff schützt. Hierzu dient ein kleiner Schalter an der Seite der Karte. Vor allem die Standardformate verfügen über einen solchen mechanischen Schalter, der den Schreibschutz aktivieren und deaktivieren kann.

 

 

Die richtige Speicherkapazität!

Je nachdem, wie viele Fotos Sie machen, werden Sie schnell feststellen, dass sich die Speicherkarte schnell füllt. Insbesondere Fotos im unkomprimierten RAW-Format nehmen besonders viel Speicherplatz ein. Die Speicherkapazität von SD-Karten reichen derzeit bis zu 512 GB.

Erfahrene und leidgeprüfte Fotografen und Filmer setzen lieber auf mehrere kleinere Speicherkarten als auf eine bzw. wenige große. Falls es einmal zum Defekt oder zum Verlust einer SD-Karte kommt, sind dann nicht alle oder zumindest sehr viele Daten für immer verloren.

 

 

Die beste Schreib- und Lesegeschwindigkeit für Ihren Zweck!

Neben dem vorhandenen Speicherplatz sind Lese- und Schreibgeschwindigkeit ein mindestens genau so wichtiges Kriterium beim Kauf einer Speicherkarte.
Auch hier richtet sich die Entscheidung ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen und vor allem danach, wozu die Speicherkarte genutzt werden soll.

Das höhere Augenmerk sollte auf der Schreibgeschwindigkeit der Karte liegen, mit der die Hersteller auch sehr gerne werben.

 

Die verschiedenen Schreib- und Lesegeschwindikeitsklassen:

Zum besseren Vergleich werden SD-Speicherkarten in verschiedene Klassen eingeteilt, wobei sich hierbei drei unterschiedliche Systeme etabliert haben, die alle Aufschluss über die Mindestdatenrate im Schreibvorgang geben. Die Speicherkarten werden je nach Klasse mit einer Kombination aus einem Buchstaben und einer Zahl gekennzeichnet, der eine Mindestschreibgeschwindigkeit (in Megabyte pro Sekunde) zugeordnet ist:

  • C2: min. 2 MB/s
  • C4: min. 4 MB/s
  • C6 oder V6: min. 6 MB/s
  • C10, U1 oder V10: min. 10 MB/s
  • U3 oder V30: min. 30 MB/s
  • V60: min. 60 MB/s
  • V90: min. 90 MB/s

 

Wann ist eine hohe Schreibgeschwindigkeit wichtig?

Möglichst hohe Schreibgeschwindigkeiten sind vor allem dann wichtig, wenn hohe Datenmengen in kurzer Zeit verarbeitet werden sollen. Dies ist z.B. beim Fotografieren und Filmen mit hochwertigen Kameras der Fall, weil eine immer höhere Auflösung der Sensoren auch eine rasant steigende Datenflut bedeutet. Besonders beim Fotografieren im RAW-Format und beim Filmen in hohen Auflösungen und Bildraten ist eine „schnelle“ Speicherkarte essentiell. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man beim unbeschwerten Kameraeisatz durch lange Wartezeiten zwischen den Bildern ausgebremst wird oder die Serienbild- bzw. Videofunktion erst gar nicht genutzt werden kann.

Für (Hobby-)Fotografen mit relativ niedrigen Ansprüchen genügt eine Speicherkarte der Klasse C10, U1 bzw. V10 mit einer Schreibgeschwindigkeit von mindestens 10 MB/s. Hiermit sind sogar schon HD-Videoaufnahmen mit moderater Bildrate problemlos möglich. Sollten Sie Videos in 4K-Auflösung und hoher Bildrate (z.B. 120 fps) anfertigen wollen, sollten Sie zur höheren Klasse U3 oder V30 mit mindestens 30 MB/s greifen, um keine Einschränkungen erfahren zu müssen.

Die nahe Zukunft von bewegtem Bild liegt bei 6K oder sogar 8K, was eine noch größere Datenübertragungsgeschwindigkeit voraussetzen wird, die die Geschwindigkeitsklassen V60 und V90 bereits bieten können.

 

Wann kommt es auf die Lesegeschwindigkeit an?

Die Lesegeschwindigkeit von Speicherkarten wird dann ausschlaggebend, wenn Sie große Datenmengen von der Karte auf eine Festplatte transferieren wollen. Diese Datenrate ist in der Regel sehr viel höher als die Schreibgeschwindigkeit, sodass die Hersteller diese gerne auf ihren Produkten direkt vermerken und es hier kein Klassensystem gibt.

Hinweis:

Hier wird nicht die minimale sondern eher die maximal erreichbare Leserate unter optimalen Bedingungen verwendet, womit sich die bekannten Marken regelmäßig überbieten.

Tipp:

Lassen Sie sich also von Datenraten von 95 MB/s und mehr nicht blenden und achten Sie eher auf die Geschwindigkeitsklassen, die eine minimale Schreibgeschwindigkeit garantieren. Genaues Prüfen kann hierbei viel Ärger im Nachhinein ersparen.

 

 

So schützen Sie Ihre Speicherkarte!

Für eine möglichst lange Lebenszeit Ihrer Speicherkarten sollten Sie folgendes beachten:

  • Um Datenverlust zu vermeiden, entnehmen Sie Ihre SD-Karten bitte niemals bei laufendem Betrieb aus der Kamera. Vor dem Entnehmen der Speicherkarte sollte das Gerät stets ausgeschaltet werden.
  • Speicherkarten sollten niemals mit Gewalt in Ihre Kamera gedrückt werden, da sowohl Kamera als auch Karte Schäden davontragen können.Etui zum Schutz von Speicherkarten
  • Die Speicherkarte sollten Sie zudem niemals lose mit sich tragen, sondern stets in den mitgelieferten

    Schutzhüllen aufbewahren. Aufgrund des relativ weichen Kunststoffmaterials lassen sich SD-Karten durch Biegen oder Knicken zerstören. Für den sicheren Transport empfehlen wir ein Hardcase, in dem Sie die Speicherkarten sicher mit sich führen können.

 

 

Das passende Speicherkarten-Zubehör!

  • Ihrem PC oder Notebook fehlt es an einem direkten Einsteckplatz für Ihre SD-Karte? Keine Sorge. Dann verwenden Sie zur Datenübertragung einfach ein Kartenlesegerät, welches mithilfe eines USB-Anschlusses als Adapter dient.
     
  • Ihre SD-Karte ist zu klein? Ein SD-Adapter (siehe Kapitel „Groß, mittel, klein – das richtige Format!“) hilft Ihnen weiter.
  • Mit dem richtigen Etui (siehe Kapitel: "So schützen Sie IhreSpeicherkarte!") schützen Sie Ihre Speicherkarten vor äußeren Einflüssen.

Übrigens:

Einige Speicherkarten sind mit einem WLAN-Modul oder einem USB-Anschluss ausgestattet und erleichtern so die Datenübertragung sehr!

 

 

Fazit

Vor dem Kauf einer Speicherkarte sollten Sie sich neben dem Format gut überlegen, für welchen Einsatzzweck sie gedacht ist. Vor allem angehende Profi-Fotografen und Filmemacher sollten auf eine schnellere Speicherkarte zurückgreifen. Anspruchsvolle Fotografen greifen meist auf eine Kombination aus hoher Speicherkapazität und schneller Schreib- und Leserate zurück. Diese Qualitätsmerkmale spiegeln sich allerdings im Preis wieder.

Wenn Sie im Besitz einer älteren Kamera sind, sollten Sie im Handbuch Ihrer Kamera zuvor prüfen, welcher Geschwindigkeitsstandard für die Speicherkarte gewährt wird. Meistens reicht hier auch eine „langsamere“ Speicherkarte aus.