Toner & Trommeln

 

Toner, Trommeln und weitere Bauteile von Laserdruckern

Toner und Trommeln werden in Faxgeräten, aber auch in Kopierern, Druckern und Multifunktionsgeräten benötigt, also für alle Geräte mit Laserdrucktechnologie.

Toner und Trommeln sowie weitere Bau- und Ersatzteile von Laserdruckern werden von den unterschiedlichen Herstellern oft unterschiedlich bezeichnet. Zudem gibt es zahlreiche Begriffe, die von den verschiedenen Händlern verwendet werden und weitere umgangssprachliche und zum Teil fachlich nicht korrekte Bezeichnungen die auf Verbraucherseite jedoch gängig sind.

Um Ihnen in diesem Begriffs-Chaos zu helfen, haben wir Ihnen in diesem Ratgeber sämtliche existierende Begriffe zusammengestellt und erklärt. Erfahren Sie, bei welchen es sich um

  • allgemeingültige Fachbegriffe
  • herstellerbezifische Begriffe und
  • umgangssprachliche Bezeichnungen

handelt.

 

Unser Leitfaden

  • Begriffe rund um Toner und Trommeln
    • Toner
        = Tonerkartusche
    • Entwickler
    • Entwicklereinheit
        = Entwickler (umgangssprachlich und fachlich falsch)
    • Fotoleiter
      ( = Belichtungs- und Transfereinheit)
        = Bildtrommel
        = Fotoleitertrommel
        = Belichtungseinheit
        = Imaging Kit
        = Imaging Drum (engl. Bezeichnung)
        = Photo Conductor Unit (PCU) (engl. Übersetzung für „Fotoleitertrommel“)
        = Transferband
        = Transferrolle
        = Transfereinheit
        = IT-Band
        = OPC-Band
        = Transfer-Kit
        = Übertragungseinheit
    • (kompakte) Tonerkartusche
      ( = Tonertank (Tonerpartikel + Entwickler gemischt) + Trommeleinheit (Bildtrommel + Entwicklereinheit))
        = Laserdruckertoner
        = Tonerpatrone
        = Tonerkassette
        = Einkomponenten-Toner
        = Kartuscheneinheit
        = Cartridge
    • Trommel
      ( = Bildtrommel + Entwicklereinheit) (ohne Tonertank)
        = Trommeleinheit
        = Entwicklereinheit (umgangssprachlich und fachlich falsch)
    • Fixiereinheit
    • Ölrolleneinheit
  • Funktionsweise von Laserdruckern

 

Funktionsweise Laserdrucker Skizze

Begriffe rund um Toner und Trommeln

Nachfolgend erklären wir Ihnen verschiedene Begrifflichkeiten wie Toner, Kartusche, usw.
Ergänzend dazu bietet Ihnen unser Video noch eine anschauliche Erklärung sowie generelle Tipps zum Kauf von Tonern und Trommeln.

 

Toner

Der Toner ist der Farbstoff, der zum Drucken benötigt wird. Dieser ist ein sehr feines Pulver. Handelsübliche schwarze Toner bestehen aus Kunstharzpartikeln. Diese Harzpartikel sind in Kohlenstoff und/oder magnetisierbare Metalloxide sowie Pigmente und verschiedene Hilfsstoffe eingebettet.

Als „Toner“ werden auch komplettenTonerkartuschen bezeichnet (vgl. Absatz „(kompakte) Tonerkartusche“).

 

Entwickler

Der Entwickler ist ein Stoffgemisch aus kunststoffummanteltem Quarz, magnetisierbarem Eisen oder Eisenoxid als Trägermaterial, dem kleine Mengen Toner untergemischt sind.
Dies sind weitere Begriffe für den Entwickler:

  • Starter
  • Devoloper

Der Entwickler (die Eisenpartikel) selbst, wird nicht mit auf das Papier gebracht, sondern sorgt nur dafür, dass das Tonerpulver über die elektrisch geladene Fotoleitertrommel auf das Papier aufgetragen werden kann (vgl. Funktionsweise von Laserdruckern). Der Entwickler wird anschließend abgestreift und im Resttonerbehälter im Drucker gesammelt. Bei kompakten Tonerkartuschen ist der Entwickler unter den Toner gemischt in der Baueinheit enthalten.

 

Entwicklereinheit

Die Entwicklereinheit ist das Bauteil zwischen Tonertank und Bildtrommel. Sie sorgt für das gleichmäßige Aufbringen des Toners auf der Bildtrommel. Auf Grund der durch den Laser gesteuerten elektrischen Ladung, bleibt der Toner nur an den Stellen auf der Bildtrommel haften, die das Bild erzeugen (vgl. Funktionsweise von Laserdruckern). Somit wird bei diesem Schritt ein sichtbares Bild „entwickelt“.

Umgangssprachlich:
Als Entwicklereinheit wird häufig auch die gesamte Trommeleinheit bezeichnet, also die Bildtrommel inklusive der eigentlichen Entwicklereinheit und dem Toner (s. „Trommel“). Das ist vor allem bei Einweg-Bildtrommeln der Fall, bei denen mit jedem Tonerwechsel auch die Bildtrommel mit ausgetauscht wird, da diese zu einer Einheit verbaut sind.

 

Fotoleiter

Der Fotoleiter bezeichnet die Bildtrommel bzw. das Transferband. Je nach Hersteller und Gerät, werden entweder eine Trommel oder ein Endlosband verbaut. Die Funktion eines Fotoleiters wird durch den Begriff „Transferband“ jedoch besser verdeutlicht, als durch „Bildtrommel“, da das Bauteil für den Transfer, d. h. die Übertragung, des Toners auf das Papier zuständig ist:
Die Farbpartikel aus dem Toner werden zuerst mittels der Entwicklereinheit auf die Trommel (bzw. das Band) aufgebracht und von dort auf das Papier übertragen.

Umgangssprachlich:
Als Bildtrommel wird häufig auch die gesamte Trommeleinheit bezeichnet. Diese enthält jedoch auch die Entwicklereinheit, welche nicht Teil der Bildtrommel (Fotoleiters) ist! Der Fotoleiter ist nur der Teil der gesamten Trommeleinheit ohne die Entwicklereinheit – besteht also aus Belichtungs- und Transfereinheit.

Für „Bildtrommeln“ werden außerdem auch folgende Bezeichnungen verwendet:

  • Fotoleitertrommel
  • Fotoleiter (Genau genommen, ist der Fotoleiter nur die Beschichtung der Fotoleitertrommel.)
  • Belichtungseinheit
  • Imaging Kit
  • Photo Conductor Unit (PCU) (engl. Übersetzung für „Fotoleitertrommel“)
  • Imaging Drum (engl. Bezeichnung)

Für „Transferbänder“ werden häufig auch folgende Begriffe verwendet:

  • Transferband
  • Tranferrolle
  • Transfereinheit
  • IT-Band
  • OPC-Band (engl. Organic Photo Conductor (dt. „organischer Fotoleiter“, da früher gesundheitlich bedenkliche Materialien verwendet wurden))
  • Transfer-Kit
  • Übertragungseinheit

Die Bildtrommel, bzw. das Transferband, hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Ist diese ein separates Bauteil, (vgl. Trommeln, bzw. kompakte Tonerkartuschen, bei welchen die Bildtrommel zusammen mit dem Tonertank eine Einheit bildet und bei jedem Tonerwechsel mit ausgetauscht wird), zählt der Drucker die Lebensdauer in Seiten. Ist diese erreicht, muss die Einheit ausgetauscht werden.

Man unterscheidet drei Arten von Bildtrommeln:

  1. Einweg-Bildtrommeln (vgl. Trommeln)
    Diese sind gemeinsam mit der Entwicklereinheit und der Tonerkartusche zu einer Einheit verbaut und kommen in den meisten Laserdruckern zum Einsatz.
    Ist der Toner (also die Farbe) leer, muss die gesamte Tonerkassette ausgetauscht werden.
  2. Semi-permanente Bildtrommeln
    Die Bildtrommeln müssen nicht zusammen mit der Tonerkartusche ausgetauscht werden.
  3. Permanente Bildtrommeln
    Permanente Bildtrommeln werden nur in Laserdruckern der Marke Kyocera verbaut. Diese müssen daher nie getauscht werden. Einzig das Toner-Kit (der Tonertank mit dem Farbstoff) muss bei diesen Geräten ausgetauscht werden.

 

(kompakte) Tonerkartusche

Bei kompakten Tonerkartuschen (umgangssprachlich auch nur als „Toner“ bezeichnet – vgl. Absatz „Toner“) handelt es um eine komplette Tonerkartusche, d.h. einen Tonertank inklusive Trommeleinheit (= Bildtrommel + Entwicklereinheit). Nach Verbrauch des Toners muss dabei die komplette Tonerkassette ausgetauscht werden, das heißt, inklusive der Bildtrommel.

Neben „(kompakten) Tonerkartuschen“ gibt es für diese Kompletttonerbauteile noch weitere unterschiedliche Bezeichnungen, die oft zu Verwirrung führen:

  • Laserdruckertoner
  • Tonerpatrone
  • Tonerkassette
  • Kartuscheneinheit
  • Cartridge

 

Trommel

In vielen Geräten ist die Trommel jedoch ein separates Bauteil.
Fachlich bezeichnet man als „Trommel“ die Einheit von Fotoleiter (Bildtrommel) und Entwicklereinheit.

Weitere Bezeichnungen sind:

  • Trommeleinheit
  • Entwicklereinheit (umgangssprachlich und fachlich falsch)

Achtung: Im Handel und im Gebrauch, werden Trommeln jedoch des Öfteren mit kompakten Tonerkartuschen verwechselt.

 

Vorteil einer getrennten Trommeleinheit:
Während bei der kompakten Tonerkassette bei jedem Wechsel die Bildtrommel mit ausgetauscht werden muss, braucht bei einer getrennten Trommeleinheit nur der leere Tonertank ausgetauscht zu werden. Im Gegensatz zu Tonerkassetten zeichnen sich Trommeln außerdem durch eine wesentlich längere Lebensdauer aus. Sie gewährleisten zwischen 2.500 und 80.000 Ausdrucke. Tonerkartuschen sind daher längerfristig betrachtet kostspieliger als separate Tonertanks.

 

Nachteil einer getrennten Trommeleinheit:
Tonerkartuschen sind im Gegensatz zu Tonertanks sehr kompakte Bauteile, die sich mit einem einfachen Handgriff austauschen lassen. Dabei kann zudem kein Tonerpulver austreten, da sich dieses, zusammen mit der Trommel, in der geschlossenen Kartuschen-Einheit befindet.

 

Fixiereinheit

In der Fixiereinheit werden die noch losen, staubförmigen Tonerpartikel letztlich durch Druck und Hitze auf dem Papier fixiert (Heißfixierung).
Die Fixiereinheit selbst besteht aus zwei gegeneinander laufenden Walzen: Einer Heiz- bzw. Fixierwalze mit einem Heizelement im Inneren und einer Anpress- bzw. Druckwalze aus einem leicht weichen Material wie z.B. Silikon. Bei einer Temperatur von circa 180°C schmilzt der Toner auf dem Papier, das dann zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt wird.

Da die Walzen mit der Zeit durch die Hitze aushärten, ist das gleichmäßige Anpressen des Toners beeinträchtigt. Außerdem verschmutzen die Walzen durch den heißen, klebrigen Toner mit der Zeit, sodass diese Spuren auf dem Ausdruck hinterlassen und daher ausgetauscht werden müssen – bzw. die komplette Fixiereinheit.

 

Eine alternative Fixiermethode ist die Kaltfixierung. Hier wird der Toner nur mittels Druck auf dem Papier fixiert. Das Verfahren kam vor allem früher zum Einsatz, bevor die Technologie der Heizwalze entwickelt wurde.

 

Da die Kaltfixierung zum einen ein schonenderes Verfahren für die Walzen und zum anderen besonders für hitzeempfindliche, dicke oder besondere Druckmedien gut geeignet ist, wird diese Technik heute noch bei großen Spezialdruckern angewendet. Je nach Drucktechnologie kommen dabei zum Teil zusätzlich Xenon-Blitzlampen oder spezielle Lösungsmittel zum Einsatz.

Weitere Begriffe für „Fixiereinheit“ sind folgende aus dem Englischen stammende Bezeichnungen:

  • Fuser (engl. für „Fixiereinheit“)
  • Fuser Unit
  • Fusereinheit
  • Fuser-Kit

 

Ölrolleneinheit

Die Ölrolleneinheit ist ein Teil der Fixiereinheit. Die Walzen der Fixiereinheit sind mit einem speziellen Fixieröl beschichtet, das verhindert, dass Toner an den Walzen kleben bleibt.
In manchen Fixiereinheiten ist die Ölrolle, welche die Walzen regelmäßig ölt, ein separates und austauschbares Bauteil.

Weitere Begriffe für „Ölrolleneinheit“ sind:

  • Ölrolle
  • Fuser Oil Unit (engl. für „Ölrolleneinheit“)
  • Fuser Oil Roll (engl. für „Ölrolle“)

 

Funktionsweise von Laserdruckern

  1. Die Entwicklereinheit überträgt die Farbpartikel aus dem Tonertank auf die Bildtrommel. Da diese elektrisch geladen ist, wird der Toner (auf Grund des beigemischten metallenen Entwicklers), jedoch magnetisch abgestoßen.
  2. Ein Laserstrahl entlädt diejenigen Stellen auf der Bildtrommel, an welchen der Toner haften bleiben soll, wodurch dieser angezogen wird. Das Bild entsteht somit als Muster fehlender elektrischer Ladung auf der Fotoleitertrommel.
  3. Das Papier wird nun an der Trommel vorbeigeführt und nimmt dabei das an der Trommel haftende Tonerpulver auf.
  4. Im letzten Schritt wird der Toner durch Druck und Hitze auf dem Papier fixiert (vgl. Fixiereinheit und Ölrolleneinheit). Deshalb sind Laserdrucker-Ausdrucke auch noch leicht warm, wenn sie in der Papierausgabe liegen.

Dieser gesamt Prozess benötigt jedoch nur wenige Sekunden, sodass ein Laserdrucker mehr Blatt pro Minute ausdrucken kann, als ein Tintenstrahldrucker.

 

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