Tresore

 

Schützen Sie mit Tresoren alle wichtigen Unterlagen und Dokumente

Um Akten, Unterlagen, aber auch Wertsachen und wichtige Büroartikel vor Diebstahl und Datenmissbrauch zu schützen, empfehlen wir Ihnen, sich für Ihr Unternehmen einen Tresor zu kaufen.Tresor

Die Auswahl des passenden Tresors können Sie auf Basis Ihres individuellen Bedarfs treffen. Vielleicht genügt für Ihren Einsatz auch ein Sicherheitsschrank. Denn abhängig von der Branche, in der Sie tätig sind und ob, bzw. wie viele wertvolle Geräte, Gegenstände und Unterlagen Sie in Ihrem Büro haben, sind unterschiedliche Safes sinnvoll.
Alle Tresorarten gibt es mit unterschiedlichen Fassungsvolumina und verschiedenen Funktionen. Bei Tresoren mit Zahlenschlössern beispielsweise, können Sie den Zugangscode individualisieren und müssen zudem nicht ständig auf den Schlüssel aufpassen.

Damit Sie den geeigneten Tresor für Ihren Bürobedarf finden und beim Kauf nicht unnötig viel Geld für eine eventuell unnötig hohe Sicherheitsklasse ausgeben, haben wir Ihnen in unserem Ratgeber alle wichtigen Informationen zusammengestellt, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten.

 

Unser Leitfaden

 

 

Überlegungen zum Tresorkauf

Bei der Auswahl eines Tresors sollten sie vorab die nachfolgenden Aspekte durchgehen und für sich beantworten:

  • Die Tresorart
  • Die Tresorgröße
  • Die Sicherheitsstufe
  • Das Schloss

 

Die Tresorart

  • Benötigen Sie einen Einbruchschutz?
    Einbruchsichere Tresore dienen in erster Linie dem Diebstahlschutz von Wertsachen und wertvollen Unterlagen.
  • Benötigen Sie einen Feuerschutz?
    Feuerschutztresore eigenen sich im Wesentlichen zum Schutz von Gegenständen vor Brandschäden. Neben schriftlichen Papierdokumenten sowie digitalen Speichermedien, können Sie damit auch Gegenstände und Dokumente schützen, die für Einbrecher eher wertlos sind, für Sie selbst jedoch einen hohen persönlichen Wert haben.
  • Benötigen Sie eine besondere Ausführung?
    Einwurf-, Möbel- und Waffentresore zeichnen sich jeweils durch an Ihre Nutzung angepasste Eigenschaften aus.

 

Die Tresorgröße

  • Was und wie viel möchten Sie in Ihrem Tresor aufbewahren?
    Von Dokumenten wie Verträgen, Ausweisen, Zertifikaten und Bürounterlagen sowie Wertsachen wie Uhren und Schmuck abgesehen, eignen sich Tresore auch für elektronische Geräte wie z. B. Festplatten, Kameras u. v. m.
  • Wo möchten Sie den Tresor aufstellen?
    Bei der Wahl der Größe Ihres Tresors, sollten Sie den gewählten Standort berücksichtigen. Tresore sollten nicht direkter Sonneneinstrahlung oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden, um das Material nicht zu beschädigen.
  • Tipp!
    Berücksichtigen Sie bei Ihren Überlegungen auch, dass im Laufe der Zeit wahrscheinlich mehr Wertsachen dazu kommen werden, als Sie im Moment in Ihrem Büro oder Unternehmen haben.

 

Die Sicherheitsstufe

  • Wie hoch soll Ihr Versicherungsschutz sein?
    Der Versicherungsschutz für die Tresorinhalte ist grundsätzlich umso höher, je höher die Sicherheitsstufe des Tresores ist.
    Abhängig von Verwendungszweck und gewerblicher Branche, sind oft auch von Seiten der Versicherung bestimmte Sicherheitsstufen vorgeschrieben. Informieren Sie sich daher am besten vorweg bei Ihrer Versicherung.
  • Unterliegen Sie gesetzlichen Bestimmungen?
    Wenn Sie den Tresor gewerblichen nutzen möchten, sollten Sie prüfen, ob Ihre Branche gesetzliche Bestimmungen an die Sicherheitsstufe fordert, bzw. eine Verankerung des Tresors vorsieht.
  • Wichtig!
    Wenn Ihnen eine bestimmte Sicherheitsstufe Ihres Tresores wichtig ist (z. B. für die Versicherungssumme oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen), sollten Sie nur Tresore kaufen, die von unabhängigen Zertifizierungsinstituten diesbezüglich getestet wurden und entsprechend zertifiziert sind. Nur diese Panzerschränke entsprechen verlässlich der Euro-Norm.
  • Tipp!
    Beachten Sie auch hier, dass gegebenenfalls irgendwann hochwertigere Dokumente oder Gegenstände dazu kommen könnten.

 

Das Schloss

  • Bevorzugen Sie ein Schlüsselschloss? ...
    In der Regel sind Tresore mit Schlüsselschlössern ausgestattet.
    Vorteil: Man muss sich keinen Zahlencode merken und der Code kann nicht einfach an unbefugte Mitarbeiter oder Fremde weitergegeben werden.
    Nachteil: Alle Schlüssel müssen jederzeit sicher aufbewahrt werden, was bei Tresorschlüsseln häufig schwierig ist, da diese besonders lang sind.
  • ... oder ein Zahlencodeschloss?
    Zahlenschlösser können mechanisch oder elektronisch sein. Die Tresorcodes sind meist Zahlenkombinationen aus 4 bis 8 Stellen.
    Vorteil: Der Zugangscode kann individualisiert werden und jederzeit schnell geändert werden, wenn Sie den Verdacht haben, dass dieser in falsche Hände geraten ist, oder wenn Mitarbeiter aus Ihrer Firma austreten. Zudem muss man nicht auf die sichere Aufbewahrung des großen Schlüssels achten, was besonders in Geschäften mit einer hohen Kundenfrequenz äußerst wichtig ist.
    Nachteil: Man muss sich den Code merken und sollte ihn möglichst nicht aufschreiben, oder gar bei sich tragen. Außerdem kann die Zahlenkombination einfach an mehrere Unbefugte weitergegeben werden.
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Tresorarten

Neben der grundsätzlichen Einteilung der Tresore in

  • einbruchsicher
  • feuersicher
  • einbruch- & feuersicher

gibt es für den Feuerschutz und Einbruchschutz jeweils noch unterschiedliche Sicherheitsklassen, welche sich dadurch z. T. speziell für bestimmte Zwecke oder Geschäftsbereiche eignen, wie z. B. Datenträgerschränke und Dokumentenschränke.

 

Besondere Ausführungengeoeffneter Moebeltresor mit Zahlenschloss von Tresoren sind z. B. folgende:

  • Waffenschränke sind eine von der Bauart spezielle Art von Tresoren, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
  • Möbeltresore eignen sich für den Einbau in vorhandene Schränke oder Schreibtische.
  • Einwurftresore (Deposittresore) − hier können Unterlagen schnell über ein Einwurffach eingeworfen werden.

 

Sicherheitsschränke verfügen hingegen über keinen zertifizierten Einbruch- und/oder Feuerschutz.

 

Die Schutzklassen bzw. Sicherheitsstufen

Bei Tresoren gibt es zahlreiche unterschiedliche Normen bzw. Schutzklassen und Sicherheitsstufen. Die Sicherheitsstufe kann dabei keineswegs anhand äußerlicher Merkmale beurteilt werden. Ausschlaggebend ist allein die im Tresor angebrachte Plakette.
Die wichtigsten Zertifikate, welche z. T. auch von Versicherungen oder Gesetzen vorgeschrieben werden, stammen von europaweit anerkannten, unabhängigen Zertifizierungsinstituten. Zu diesen Organisationen zählen die VdS Schadenverhütung GmbH (Verband der Sachversicherer) und die European Security Systems Association (ESSA) e. V.

 

EU-Normen

Einbruchsicher zertifizierte Tresore erfüllen die in den EU-Normen EN 14450 bzw. EN 1143-1 festgehaltenen Sicherheitsbestimmungen, feuersicher zertifizierte Tresore jene in den EU-Normen EN 15659 (leichte Brandschutzschränke) bzw. EN 1047-1. Damit sind diese Safes auf einem europaweit einheitlichen Standard.

 

Ältere Normen

Bevor diese europäischen Richtlinien in Kraft traten, gab es die Norm RAL-RG 621-624, 626 des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (gegründet als „Reichsauschuss für Lieferbedingungen“, kurz: RAL). RAL-Gütezeichen sind zwar noch heute anerkannt, spielen im Bereich Tresore jedoch keine Rolle mehr.
Ein weiterer (seit 2004) veralteter Standard ist der VDMA 24992. Genau genommen ist dies jedoch nur eine Vorschrift für die Bauweise und nicht für Aufbruch- und Sicherheitstests, weshalb diese ebenfalls an Bedeutung verloren hat. Die Schränke der Schutzklassen A und B tragen keine Prüfplakette neutraler Organisationen, sondern nur eine ihres jeweiligen Herstellers. Von einigen Versicherungen, werden sie jedoch nach wie vor unter Versicherungsschutz genommen und haben daher noch immer Relevanz – vor allem für Waffenschränke, Wand- und Möbeltresore.

 

Prüftests

Die Tests, Vorgehensweisen und Bedingungen sind nach der EU-Richtlinie genaustens vorgeschrieben und dokumentiert. Von Zeit zu Zeit werden sie jedoch der sich entwickelnden Sicherheitstechnik und den sich parallel dazu entwickelnden Einbruchmethoden und -werkzeugen angepasst.

Die VdS- bzw. ECB·S-Prüfplaketten werden jeweils im Inneren des Tresors angebracht. Höhere Werte bei den Bezeichnungen der Schutzklassen bedeuten allgemein auch eine höhere Sicherheitsstufe.

 

Einbruchschutz

Einbruchschutz soll vor unerlaubten Zugriffen bzw. Diebstahl schützen. Ein guter und sicherer Einbruchschutz garantiert jedoch nicht zugleich auch einen Feuerschutz. Dieser wird gesondert zertifiziert und kann in unterschiedlichen Sicherheitsstufen mit einem Einbruchschutz kombiniert werden.

 

Der Einbruchschutztest

So kommen bei einem Test, mittels dem die Widerstandskraft gegen Aufbrechen eingestuft wird, Werkzeuge wie beispielsweise Bohrhammer, Winkelschleifer, Brennschneider sowie einige geheime Spezialwerkzeuge zum Einsatz. Um die entsprechende Schutzklasse zu errechnen, spielen zudem die Zeit eine Rolle, der ein Tresor Widerstand leisten kann, sowie die verbauten Materialien, die Wandstärke, die Herstellung, die Tresorverankerung und die Schlossmechanik. Der genaue, errechnete Widerstandsgrad wird schließlich auf der Prüfplakette, welche im Tresorinnenraum angebracht wird, festgehalten.

 

Die Sicherheitsstufen nach Normen
  • S1 nach EN 14450:   Tür doppelwandig, Korpus einwandig, Riegelwerk
  • S2 nach EN 14450:   Tür doppelwandig, Korpus meist doppelwandig
  • N (0) nach EN 1143-1:   Tür und Korpus mehrwandig, umlaufender Feuerfalz
  • I nach EN 1143-1:   Tür und Korpus mehrwandig, Türspezialfüllung, umlaufender Feuerfalz
  • II nach EN 1143-1:   Tür und Korpus dreiwandig, umlaufender Feuerfalz
  • III nach EN 1143-1:   Tür und Korpus mit Spezialfüllung
  • IV nach EN 1143-1:   komplett mit Spezialbeton gefüllt
  • IV CD nach EN 1143-1:   komplett mit Spezialbeton gefüllt
  • V nach EN 1143-1:   komplett mit Spezialbeton gefüllt
  • V CD nach EN 1143-1:   komplett mit Spezialbeton gefüllt

 

Veraltete Sicherheitsstufen nach Bauart
  • A nach VDMA 24992:   Stahlschrank, Tür doppelwandig, Korpus einwandig
  • B nach VDMA 24992:   Stahlschrank, Tür und Korpus doppel- bzw. dreiwandig, umlaufender Feuerfalz
  • C1 nach RAL-RG 626/2:   Wertschutzschrank
  • C2 nach RAL-RG 626/2:   Wertschutzschrank
  • D 10 nach RAL-RG 626/10:   Panzergeldschrank
  • D 20 nach RAL-RG 621/20:   Panzergeldschrank
  • E 10 nach RAL-RG 621/10:   Panzergeldschrank

 

Feuerschutz

Unter der Feuerwiderstandskraft von Tresoren versteht man den Schutz von Gegenständen und Unterlagen vor dem Vernichten durch Feuer im Falle eines Brandes. Im Ernstfall können Sie damit für Ihr Unternehmen essentielle Dokumente, aber auch Gegenstände und Bilder mit hohem persönlichem Wert sichern.
Feuerschutz-Tresore müssen die eingeschlossenen Wertsachen dabei nicht nur vor den direkten Flammen, sondern auch vor zu hohen Temperaturen im Innenraum sowie vor Brandgasen und Löschwasser schützen.

Feuerschutz hat grundsätzlich jedoch nichts mit einem Einbruchschutz zu tun. Ein guter Feuerschutz bedeutet daher nicht automatisch auch, dass der Tresor einbruchsicher ist. Dazu muss auf ein Einbruchschutz-Siegel geachtet werden.

 

Die Feuerschutzklassen
  • LFS 30 P nach EN 15659:   30 Minuten leichter Feuerschutz für Papier
  • LFS 60 P nach EN 15659:   60 Minuten leichter Feuerschutz für Papier
  • S 60 P nach EN 1047-1:   60 Minuten Feuerschutz für Papier
  • S 120 P nach EN 1047-1:   120 Minuten Feuerschutz für Papier
  • S 60 DIS nach EN 1047-1:   60 Minuten Feuerschutz für Datenträger
  • S 120 DIS nach EN 1047-1:   120 Minuten Feuerschutz für Datenträger

Legende:
S  –  für Datensicherungsschrank nach der EU-Norm EN 1047-1
P  –  für hitzeempfindliche Papierdokumente (Akten, Aktien, Sparbücher etc.), die bis 170° C standhalten
D  –  für hitze- und feuchtigkeitsempfindliche magnetische Datenträger, die bis 70° C und 85% Luftfeuchtigkeit standhalten; z.B. Magnetdatenbänder und verschiedene Papierdokumente
DIS  –  für hitze- und feuchtigkeitsempfindliche Datenträger, die bis 50° C und 85% Luftfeuchtigkeit standhalten;
z. B. Disketten
30, 60, bzw. 120  –  für die Klassen „60“, „90“, „120“ und „180“ basierend auf der Anzahl Minuten, der die Tresore standhalten

 

Alle Feuerschutzklassen sind in verschiedenen Einbruchschutzklassen erhältlich.

 

Versicherungsschutz für Tresorinhalte

Auch wenn Tresore Wertgegenstände sicher verwahren, sollte der Inhalt jedes Tresors zusätzlich versichert werden.
Die Versicherungssumme ist dabei abhängig vom Widerstandsgrad des Tresors und steigt mit den einzelnen Sicherheitsstufen. Dabei sind vorrangig die EU-Normen wesentlich (s. Abschnitt „Die Schutzklassen bzw. Sicherheitsstufen“). Zudem ist der Versicherungsschutz bei privater Nutzung höher als bei gewerblicher.

Die genaue Versicherungssumme, sowie weitere für die Versicherung wichtige Details bezüglich der Anforderungen an den Tresor, sollten am besten vor dem Kauf eines Tresors bei der eigenen Versicherung erfragt werden.